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Urs Meier: 'Erwarte ein faires Spiel'
publiziert: Sonntag, 23. Jun 2002 / 16:28 Uhr

Seoul - Der Aargauer Schiedsrichter Urs Meier hat eine grosse Aufgabe vor sich. Er pfeift das WM-Halbfinalspiel Deutschland-Südkorea. In einem Interview spricht er über den Druck, der auf den Unparteiischen lastet und über die diskutablen Schiedsrichterentscheide in vorangegangenen Spielen dieser WM.

Der Aargauer Schiedsrichter Urs Meier.
Der Aargauer Schiedsrichter Urs Meier.
Wie haben Sie reagiert, als Ihre Nomination bekannt wurde?

Urs Meier: Erfreut, natürlich. Ich habe einen weiteren Höhepunkt erreicht. Ich empfinde eine grosse Genugtuung und danke für das Vertrauen, das mir die Schiedsrichter-Kommision übertragen hat. Ich hoffe dieses Vertrauen mit einer guten Leistung zu rechfertigen.

Was verstehen Sie unter einer guten Leistung?

Meier: Ich möchte unauffällig pfeifen, im Hintergrund wirken, aber stets präsent sein, wenn etwas passiert. Ich bin zuversichtlich, dass ich meinen Massstab anwenden kann und das Spiel in geordneten Bahnen lenken kann.

Ist der Druck nicht enorm, der auf den Unparteiischen nach den zahlreichen Fehlenentscheiden lastet?

Meier: Jeder Spitzenschiedsrichter ist einem gewissen Druck ausgesetzt. Ich weiss, was ich kann, versuche locker zu bleiben und mich nicht zu verkrampfen.

Werden denn die spielentscheidenen Fehlurteile unter den Schiedsrichtern und in deren Kommission nicht diskutiert?

Meier: Selbstverständlich. Jedes Spiel wird analysiert. Wir schauen Videosequenzen an und diskutieren auch untereinander. Ich möchte aber erwähnen, dass jeder Schieds- und Linienrichter versucht, die beste Leistung zu zeigen. Wie den Spielern gelingt dies aber nicht immer. Bewusst macht keiner Fehler. Dafür stehe ich ein.

Sie pfeifen Südkorea zum zweiten Mal an dieser WM und haben den Gastgebern im Gruppenspiel gegen die USA einen Elfmeter zugesprochen, den Lee Eul-Yong nicht an Brad Friedel vorbeibrachte.

Meier: Mein Penaltyentscheid war korrekt. Das wurde mir mehrmals bestätigt. Sonst wäre ich wohl nicht für einen Halbfinal ausgewählt worden.

Haben Sie auch schon Spiele der deutschen Nationalmannschaft geleitet?

Meier: Im Frühjahr 1999 pfiff ich in Bremen ein Testländerspiel gegen Schottland, das die Deutschen 0:1 verloren. Schon damals spielten Neuville, Ballack, Ramelow, Jeremies, Hamann und Jancker mit.

Wer unterstützt Sie an der Linie. Und kennen Sie Ihre Assistenten?

Meier: Ich werde vom Franzosen Frédéric Arnault und vom Tschechen Evzen Amler unterstützt. Arnault war dieses Frühjahr mein Assistent im Viertelfinal der Champions League zwischen Barcelona und Panathinaikos (3:1, die Red.). Wir verstehen uns und können uns in französisch und englisch verständigen. Amsler spricht fünf Sprachen, auch deutsch.

Was erwarten Sie für ein Spiel?

Meier: Ein schönes und attraktives, und vor allem ein faires. Ich bin für mein letztes WM-Spiel hochmotiviert. Altershalber werde ich in vier Jahren in Deutschland nicht mehr dabei sein.

Treten Sie denn zurück?

Meier: Nein, noch nicht. Die Euro 2004 ist mein letztes grosses internationales Ziel. Der Zeitpunkt zurückzutreten, ist noch nicht gekommen. Ich möchte ihn auch selber bestimmen.

(Peter Wyrsch/sda)

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