Gas aus öffentlichem Netz ausgeströmt
Ursache der Explosion in Yverdon geklärt
publiziert: Freitag, 4. Nov 2011 / 20:21 Uhr

Yverdon-les-Bains VD - Die Waadtländer Behörden haben die Ursache der Explosion in einem Wohnhaus in Yverdon-les-Bains ermittelt, bei der eine Frau und ein Mädchen starben. Sie stellten fest, dass Gas aus dem öffentlichen Netz ausgeströmt und in die alten Rohrleitungen des Gebäudes eingedrungen war. Die strafrechtliche Verantwortung wird abgeklärt.

1 Meldung im Zusammenhang
Mehrere Bewohner des Wohnhauses hatten am Tag des Unglücks ab 11.00 Uhr einen Gasgeruch wahrgenommen, wie die Waadtländer Kantonspolizei am Freitag rekapitulierte. Bei der minutiösen Durchsuchung des Bauschutts und der Trümmer seien weder eine Gasflasche noch andere Überreste gefunden worden, welche für die Explosion verantwortlich gewesen sein könnten.

Die Untersuchung kommt zum Schluss, dass zum Zeitpunkt, als die Bewohner den Gasgeruch wahrnahmen, zwei Arbeiter der städtischen Energiewerke in der Strasse vor dem Wohnhaus die Ventile der öffentlichen Gasversorgung kontrollierten.

Diese Kontrollen finden alle zwei Jahre statt. Bei der kurzen Öffnung und Schliessung der Ventile tritt jeweils Gas aus. Dieses strömte aus dem öffentlichen Netz in die nicht mehr benützten Rohrleitungen, weil der zentrale Anschluss nicht plombiert war. In der Folge breitete sich das Gas über mehrere Stockwerke aus.

Kleine Hitzequelle genügte

Eine kleine Hitzequelle genügte, dass in der Wohnung der 31-jährigen Schweizerin und ihrer fünfjährigen Tochter im vierten Stock das Gas explodierte und Feuer ausbrach.

Die Frau und das kleine Mädchen wurden tot aus den Trümmern geborgen. 14 Personen, die sich im sechsstöckigen Haus befanden, wurden leicht verletzt.

Durch die Explosion kam es auch zu beträchtlichen Sachschäden. So wurde ein Teil der Fassade weggerissen und bis auf die andere Strassenseite geschleudert. Viele Fensterscheiben gingen zudem zu Bruch. Das Haus wird für mehrere Monate nicht bewohnbar sein.

Die Behörden wollen die Untersuchungen weiterführen, um eine eventuelle strafrechtliche Verantwortung festzustellen. Für die Stadtbehörden ist es noch nicht erwiesen, dass die Arbeiten an den Gasleitungen die Ursache der Explosion waren, wie die Behörden am Abend in einem Communiqué schrieben.

(bg/sda)

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