Urteil gegen afrikanischen «Geldwäscher» bestätigt
publiziert: Freitag, 31. Aug 2012 / 14:05 Uhr
Das Ehepaar hat Geld gegeben, um im wörtlichen Sinn «Schwarzgeld» zu waschen.
Das Ehepaar hat Geld gegeben, um im wörtlichen Sinn «Schwarzgeld» zu waschen.

Lausanne - Das Bundesgericht hat die Diebstahl-Verurteilung eines Afrikaners bestätigt, der einem naiven Ehepaar mit dem «Wash-Wash-Trick» 350'000 Franken abgenommen hat. Die beiden hatten das Geld beigesteuert, um im wörtlichen Sinn «Schwarzgeld» zu waschen.

Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
1 Meldung im Zusammenhang
Der Verurteilte war Ende 2009 mit einem Komplizen im Imbiss-Lokal der Ehegatten aufgetaucht. Sein Partner gab sich gegenüber den beiden als Sohn eines südafrikanischen Ministers aus. Dieser habe in seinem Heimatland 40 Millionen Franken abgezweigt, die für den Bau von Fussballstadien vorgesehen gewesen seien.

Geldbündel ausgetauscht

Sechs Millionen davon möchte er nun gern bei den Imbissbesitzern deponieren. Das eingeführte Geld sei allerdings schwarz eingefärbt worden, um die Zöllner zu täuschen. Für den Entfärbungsvorgang seien Chemikalien und unbehandeltes Notengeld erforderlich.

Das Ehepaar wurde aufgefordert, gegen eine Beteiligung von 20 Prozent am «gewaschenen» Geld die benötigten echten Noten beizusteuern und einen Tresor anzuschaffen. Bei einer ersten «Musterwaschung» klappte alles wunderbar und eine Bank bestätigte dem Paar anschliessend die Echtheit der «gereinigten» Noten.

Das Ehepaar übergab den beiden Afrikanern schliesslich in seiner Wohnung in zwei Tranchen 350'000 Franken. Die Noten wurden mit dem «Schwarzgeld» vermischt und - so glaubten es wenigstens die Eheleute - in ihren Tresor gelegt. In Wirklichkeit wurde das Geld mit Papierschnipseln ausgetauscht und aus der Wohnung geschafft.

Keine «Dummen» am Obergericht

Die Zürcher Justiz verurteilte einen der Täter dafür und wegen eines Verkehrsdelikts zu 28 Monaten Freiheitsstrafe, die Hälfte davon unbedingt. Zudem wurde er zur Zahlung von 350'000 Franken Schadenersatz verpflichtet. Das Bundesgericht hat diesen Entscheid nun bestätigt und die Beschwerde des Mannes abgewiesen.

Er hatte unter anderem argumentiert, dass ein Oberrichter befangen gewesen sei. Dieser habe nach der Urteilsverkündung geäussert, in seinem Gremium seien «keine Dummen» zu finden. Damit habe er ausgedrückt, dass das Obergericht seine Berufung ebensowenig gutgeheissen hätte, wie es auf seinen Trick hereingefallen wäre.

Nach Ansicht der Lausanner Richter mag das Gesagte zwar nicht in allen Teilen dem Erfordernis zurückhaltender Ausdrucksweise gerecht werden. Befangenheit könne daraus aber nicht abgeleitet werden. Ohne Erfolg blieb auch der Einwand des Betroffenen, er sei nur Dolmetscher gewesen und habe selber an die Geschichte geglaubt. (Urteil 6B_161/2012 vom 16.8.2012)

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - In der Schweiz sind letztes Jahr viel mehr Fälle mutmasslicher Geldwäscherei gemeldet worden als im Vorjahr. Die ... mehr lesen
40 Prozent mehr Geldwäscherei-Verdachtsfälle im letzten Jahr.
Die...
Dummheit gewisser "Opfer" scheint weltweit nicht auszusterben.
http://www.pattayablatt.com/034/Nachrichten.shtml#hd11
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Spitäler dürfen nach neuem Recht Gewinne erzielen.(Symbolbild)
Spitäler dürfen nach neuem Recht Gewinne erzielen.(Symbolbild)
Neues Finanzierungsmodell  St. Gallen - Spitäler dürfen mit dem neuen Finanzierungsmodell der Fallpauschalen Gewinne erzielen, wie das Bundesverwaltungsgericht entschieden hat. Massgebend für die Festlegung der Pauschalen sind die Tarife effizienter Spitäler. 
Bisher bestritten  München - In Deutschland hat am Donnerstag der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone begonnen. Dieser liess den ...
Bernie Ecclestone. (Archivbild)
Bernie Ecclestone muss sich wegen Bestechung in Millionenhöhe Gericht verantworten.
Prozess gegen Ecclestone beginnt nächste Woche Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone muss sich vom kommenden Donnerstag an wegen Bestechung in Millionenhöhe in München ...
Prozess gegen Ecclestone soll am 24. April beginnen Der Schmiergeldprozess gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone soll laut «Süddeutscher Zeitung» am 24. ...
Bernie Ecclestone.(Archivbild)
Ecclestone widersprach in einer umfangreichen Erklärung allen Vorwürfen.(Archivbild)
Prozess-Auftakt  Der der Korruption beschuldigte Bernie Ecclestone legt zum Auftakt des Prozesses in München einen forschen Verteidigungskurs ein. Das ...  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Henau 2225
    Der perfekte (Massen-)Mord. "Bei der Nutzung im Körper von Krebspatienten existiert allerdings das ... Di, 15.04.14 00:52
  • keinschaf aus Henau 2225
    Antiklumpmittel Was mich bei solchen Problemen immer wieder beschäftigt, ist die ... Fr, 11.04.14 10:17
  • keinschaf aus Henau 2225
    Lesen Sie dazu... ....auch den Artikel in der AZ. Es gibt dort einen interessanten ... Fr, 11.04.14 04:42
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Forum Als ich diesen Bericht gelesen habe, habe ich an bestimmte ... Fr, 11.04.14 03:43
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Rechtsradikal zum xten! Noch immer verehren viele Moslems Herrn ... Mi, 09.04.14 03:38
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Rechtsradikal? Mensch ich hatte einen tollen Text verfasst! Weg! Dafür ist jetzt ... Di, 08.04.14 20:44
  • keinschaf aus Henau 2225
    Achtung! Linksradikales Gedankengut Wenn ein linksextremer Journalist dies schreibt, muss es ja stimmen, ... Di, 08.04.14 20:18
  • FrlRottenmeier aus frankfurt 6
    Achtung! Rechtsradikales Gedankengut ... Di, 08.04.14 15:24
Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Greasing the wheels of change The IPCC has released the final installment of its ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 8°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 6°C 15°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 9°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 10°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 10°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 8°C 21°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 11°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten