Urteile im ersten Prozess um die Mittelthurgaubahn
publiziert: Mittwoch, 15. Dez 2004 / 20:32 Uhr

Arbon - Der erste Prozess rund um den Niedergang der Mittelthurgaubahn (MThB) hat mit Freisprüchen für den ehemaligen Thurgauer Volkswirtschaftsdirektor Hermann Lei und den ehemaligen Finanzchef der MThB geendet.

Hermann Lei wurde freigesprochen.
Hermann Lei wurde freigesprochen.
Lei stand in seiner Eigenschaft als ehemaliger Verwaltungsratspräsident der Regionalbahn vor dem Bezirksgericht Arbon. Dieses sprach ihn und den ehemaligen MThB-Finanzchef sowohl vom Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung als auch der Urkundenfälschung frei.

Die übrigen drei Angeklagten befand das Gericht der ungetreuen Geschäftsbesorgung in einem besonders leichten Fall für schuldig. Zu ihnen gehört der Verwaltungsratspräsident der MThB in Liquidation, Dieter Meile.

Er wurde zu einer Geldbusse in Höhe von 4000 Franken verurteilt. Die beiden anderen Angeklagten sollen je 2000 Franken Busse bezahlen.

Bild von Carl Roesch

Die Schuldsprüche beziehen sich auf die Rückgabe eines Bildes des Kunstmalers Carl Roesch aus dem Besitz der MThB an die Gemeinde Weinfelden. Dieses Bild hätte nicht einfach an die Gemeinde zurückgegeben werden dürfen, die es vor rund 20 Jahren der MThB geschenkt hatte.

Vielmehr hätte es an den Meistbietenden verkauft werden, so das Gericht, und der Erlös dem Liquidationsvermögen zugeführt werden müssen. Weil dies nicht geschah, wurden die in dieser Sache Handelnden der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig gesprochen.

Keine Urkundenfälschung

Hingegen wurden alle fünf Angeklagten vom Vorwurf der Urkundenfälschung freigesprochen. Dieser Vorwurf bezog sich darauf, dass ein Konto mit einem Guthaben von rund 250 000 Franken nicht in den Büchern der MThB geführt worden war.

Das Gericht erklärte, die Aussagen der Angeklagten seien glaubhaft, wonach die Verwaltungsratsmitglieder nichts von dem Konto gewusst hätten. Ausserdem habe bei ihnen und beim Finanzchef keine Täuschungsabsicht bestanden.

Mit seinen Strafen blieb das Gericht unter den Anträgen des Staatsanwalts. Dieser hatte Geldbussen von 2000 bis 8000 Franken beantragt. Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert.

(bert/sda)

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