Ustermer Primarlehrer muss wegen Sexualdelikts ins Gefängnis
publiziert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 15:46 Uhr

Zürich - Wegen sexuellen Missbrauchs eines minderjährigen Mädchens soll ein Primarlehrer aus Uster mit einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten bestraft werden. Dieses Urteil hat das Zürcher Obergericht bekannt gegeben.

Der Lehrer muss ins Gefängnis.
Der Lehrer muss ins Gefängnis.
Das Gericht befand den suspendierten Lehrer im Sinne der Anklage weitgehend schuldig. Es verurteilte ihn wegen sexueller Handlungen mit Kindern und Nötigung in mehreren Fällen sowie versuchter Vergewaltigung. Ausserdem muss der Lehrer eine Genugtuung von 25 000 Franken und einen Schadenersatz von 2000 Franken zahlen.

Die Schilderungen des Opfers stuften die Richter als glaubwürdig ein. Diese könnten nicht erfunden sein. Der heute 46-jährige Mann soll in seiner Wohnung eine junge Babysitterin regelmässig sexuell missbraucht haben. Das Mädchen hütete vor rund zehn Jahren im Alter zwischen 12 und 14 Jahren die Kinder der Lehrerfamilie.

Im vergangenen Juni musste sich der Lehrer erstmals vor dem Bezirksgericht Uster verantworten. Das Gericht folgte damals grösstenteils der Verteidigung. Es sah einzig einen vom Mann zugegebenen Zungenkuss sowie ein Greifen an die Brüste der Schülerin als erwiesen an.

Wegen sexueller Handlungen mit einem Kind sprach es eine bedingte Gefängnisstrafe von fünf Monaten aus. Gegen den Entscheid wurde Berufung eingelegt. Vor Obergericht verlangte die Anklage eine Zuchthausstrafe von vier Jahren. Der angeklagte Primarlehrer bestritt jegliche Vorwürfe und forderte einen Freispruch.

(fest/sda)

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