Valentino Rossi triumphierte beim Motrorrad-GP in Donington
publiziert: Sonntag, 8. Jul 2001 / 17:08 Uhr

Donington - Der Italiener Valentino Rossi ist im Moment die ganz grosse Figur in der Motorrad-Szene. Er rollte beim Grand Prix von Grossbritannien in der 500er Klasse das Feld von hinten auf. In den beiden anderen Klassen gewannen die Japaner Daijiro Katoh (250 ccm) und Youichi Ui (125 ccm).

Der am Freitag im Training gestürzte Rossi rollte mit seiner Honda das Feld in beeindruckender Manier auf. Von Startplatz 11, seiner schlechtesten Trainings-Klassierung überhaupt, kämpfte sich Rossi von Runde zu Runde nach vorne. Achter war er nach drei Umgängen, Vierter nach neun, in der 16. der insgesamt 30 Runden befand er sich bereits am Hinterrad von Yamaha-Pilot Biaggi, und im 18. Umgang übernahm Rossi das Kommando. Nie zuvor in den 14 Jahren, seit in Donington Grands Prix ausgefahren werden, hatte sich ein Fahrer von so weit hinten ganz nach vorne gekämpft. Biaggi hatte gegen den entfesselten Rossi, der den insgesamt 33. GP-Sieg (den siebente in der 500-ccm-Klasse) feierte, keine Chance und liegt nun im WM-Zwischenklassement 26 Punkte zurück.

Der WM-Dritte Loris Capirossi (Honda) wurde nur Zehnter und liegt nun schon 58 Zähler hinter Rossi. Und mit dem Brasilianer Alex Barros (Honda), der die Prüfung in Donington als Dritter beendete, befindet sich der beste Nicht-Italiener schon 72 Punkte hinter Rossi. Damit scheint klar, dass 19 Jahre nach Franco Uncini wieder ein Italiener Weltmeister in der Halbliter-Klasse wird. Der Titelverteidiger Kenny Roberts hatte das Rennen zwar bis zur 11. Runde angeführt, fiel später aber noch auf Platz 8 zurück. Der Japaner Daijiro Katoh (Honda) hatte letzte Woche beim Reifenpoker in Assen, wo er sich als 11. so schlecht wie noch nie klassierte, arg daneben gegriffen. Doch in Donington kehrte der 25- jährige Katoh in der 250er-Klasse in beeindruckender Weise zum Siegen zurück: Trotz einem Ausritt in die Wiese bei Mitte des Rennens (und in Führung liegend) errang Katoh am Ende mit über 10 Sekunden Vorsprung auf die italienischen Aprilia-Piloten Roberto Rolfo und Marco Melandri im achten Rennen der Saison den sechsten Sieg. Bei erst 28 GP-Starts steht Katoh nun bei genau einem Dutzend Erfolge. Im WM-Zwischenklassement liegt Katoh bei WM-Halbzeit bereits 40 Punkte vor seinem Landsmann Tetsuya Harada, der zwar lange an zweiter Stelle lag, danach aber wegen technischen Problemen als 18. gar noch die Punkterängen verpasste.

In der 125-ccm-Klasse errang der Japaner Youichi Ui (Derbi), der zuletzt in Assen gestürzt war, einen überlegenen Sieg, den zweiten in dieser Saison und den siebenten in seiner Karriere. Ui (28), der schon letztes Jahr in Donington triumphiert hatte, gewann vor dem zehn Jahre jüngeren Spanier Toni Elias (Honda), der zuletzt in Assen seinen ersten GP-Sieg gefeiert hatte und sich diesmal in einer auf Biegen oder Brechen gefahrenen Schlussrunde in einem Dreier-Duell auf Platz 2 setzte. Der italienische WM-Leader Manuel Poggiali (Gilera) wurde Dritter, der Japaner Masao Azuma (Honda) Vierter. In der WM führt Poggiali (104 Punkte) noch mit sieben Zählern Vorsprung auf Elias. Tagessieger Youichi Ui verbesserte sich auf Platz 4. Er liegt noch 18 Punkte zurück.

(ba/sda)

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