Van Goghs Sonnenblumen sind genmutiert
publiziert: Freitag, 30. Mrz 2012 / 07:44 Uhr
Im Bild von Van Gogh sind die mutierten Blüten mit Pfeilen markiert.
Im Bild von Van Gogh sind die mutierten Blüten mit Pfeilen markiert.

London - Genetiker haben die Sonnenblumen analysiert, die Vincent van Gogh auf seinen weltberühmten Bildern gemalt hat. In den Gemälden verewigte der niederländische Impressionist gegen Ende des 19. Jahrhunderts auffällig mutierte Blütenpflanzen.

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Mehr als ein Jahrhundert später hat ein Forscherteam aus den USA nun die genetische Ursache dieser Sonnenblumen-Variante entschlüsselt. Bei den Pflanzen war ein Genschalter verändert, wie die Biologen in der Online-Fachzeitschrift «PLoS Genetics» berichteten.

Gewöhnlich tragen Sonnenblumen aussen am Blütenstand einen Kranz grosser, meist gelber Zungenblüten. Der innere Blütenkorb enthält dagegen Hunderte unscheinbare Röhrenblüten, aus denen nach der Befruchtung die Samen entstehen. In verschiedenen Sonnenblumen-Bildern von van Gogh tauchen jedoch auch Pflanzen auf, die aussen mehrere Reihen Zungenblüten und innen nur vergleichsweise wenige Röhrenblüten tragen.

Sonnenblumen-Varianten gekreuzt

Um die Ursache dieses Phänomens zu klären, kreuzten die Pflanzenbiologen der University of Georgia in Athens verschiedene Sonnenblumen-Varianten miteinander. Dabei fanden sie heraus, dass die von van Gogh gemalte Mutation nur auf einem einzelnen Gen beruht.

Die Sequenzierung der Erbanlage HaCYC2c enthüllte, dass darin ein Genschalter gestört ist: Dieser sorgt bei Sonnenblumen gewöhnlich dafür, dass nur ein Kranz von Zungenblüten den inneren Blütenkorb umgibt. Bei den mutierten Pflanzen entstehen diese Blüten jedoch auch an vielen Stellen, wo sonst Röhrenblüten wachsen würden.

Erbgut-Analysen von Hunderten verschiedener Sonnenblumen-Typen bestätigten das Resultat: Die Genveränderung trat immer bei dieser auffälligen Variante auf, aber nie bei normal aussehenden Sonnenblumen. «Alle diese Belege sagen uns, dass die von uns identifizierte Mutation die gleiche ist, die van Gogh im 19. Jahrhundert festhielt», sagt Studienleiter John Burke.

Neben der kunsthistorischen Bedeutung könnte die neue Erkenntnis auch von wirtschaftlichem Interesse sein. Denn Sonnenblumen mit mehreren Reihen Zungenblüten sind bei vielen Blumenfreunden beliebt.

(bert/sda)

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