Vatikan-Sprecher: Mangelnde Kommunikation ist schuld
publiziert: Freitag, 6. Feb 2009 / 07:25 Uhr / aktualisiert: Freitag, 6. Feb 2009 / 22:08 Uhr

Rom/Stuttgart - Die Holocaust-Affäre hat nach Ansicht von Vatikansprecher Federico Lombardi Kommunikationsdefizite in der Kurie offengelegt. Zugleich nahm er Papst Benedikt XVI. im Zusammenhang mit der Aufhebung der Exkommunikation des Bischofs Richard Williamson in Schutz.

Kommunikationsdefizite: Papst Benedikt und Umfeld.
Kommunikationsdefizite: Papst Benedikt und Umfeld.
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Nach den Worten Lombardis muss in der Kurie erst noch eine «Kultur der Kommunikation» geschaffen werden. Jede Abteilung kommuniziere eigenständig, ohne zwangsläufig an eine Zusammenarbeit mit der Presseabteilung des Vatikans zu denken, sagte er in der katholischen französischen Tageszeitung «La Croix».

Wenn es bereits bei der Veröffentlichung des Dekrets die zusätzlichen Erklärungen des Staatssekretariats vom Mittwoch gegeben hätte, wäre dem Vatikan viel erspart geblieben, meinte Lombardi.

Wie heute bekannt wurde, hat die konservative italienische Pius-Bruderschaft ein umstrittenes Mitglied wegen dessen zweifelnder Äusserungen zum Holocaust ausgeschlossen. Floriano Abrahamowicz habe seit einiger Zeit Positionen vertreten, die mit denen der Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht übereinstimmten, erklärte deren italienische Sektion am Freitag.

Abrahamowicz hatte in einem Interview gesagt, es sei sicher, «dass die Gaskammern zur Desinfektion» benutzt worden seien. Ob darin auch Menschen getötet worden seien, könne er nicht sagen, weil er sich mit der Frage noch nicht eingehend beschäftigt habe.

Der Ausschluss Abrahamowicz', der als Piusbruder in Treviso für den Nordosten Italiens zuständig war, sei notwendig geworden, um den Ruf der Gemeinschaft und ihren Dienst in der Kirche nicht zu gefährden, hiess es.

(smw/sda)

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Ja, das ist schon möglich, dass die dort im Vatikan ...
... stinkreich sind - vermutlich vor allem an Vermögen, denke ich!

Aber das macht es ja nicht aus. Kommunikation ist etwas, ein Fachgebiet, das gerade der heute alte Herr Ratzinger kaum als modernes Mittel gelernt hat.

Es würde helfen, dass man miteinander so umgehen kann, dass daraus auch gegenseitiges Verstehen resultierte!
Die "Pannen" der Vergangenheit zeigen es auf, meine ich.

Was im Vatikan fehlt und was jede grosse Firma hat - letztlich ist auch der Vatikan, die Kurie dort, die Spitze der Firma "Röm.-Kath. Kirche", ist ein Management mit auch den nötigen Kompetenzen - Denn, alles kommt halt nicht "von Gott" ! Die Menschlein müssen denken lernen ...

Denen fehlt ganz einfach eine Führungsstruktur mit klaren Zielsetzungen und Regeln, nach denen vorgegangen werden soll.

Was diese Kirche hat, das ist ein hierarchisches, diktatorisches System, das immer wieder für Ärger, Kopfschütteln und Lacher sorgt.

Zudem sind die obersten Hüter dieser "Kirche" alte bis greise Männer, welche, wie ich meine, oft meilenweit der Realität hinterher hinken - oft auch, weil sie vielfach einfach zu alt sind!
Welt- und Realitätsfremdheit scheint mir dort zu "grassieren", im Vatikan und in vielen Bereichen der obersten Etage! Nicht nur im Vatikan, sondern auch weltweit ...
Die sind doch stinkreich da unten...
sagenhaft! Was machen die mit dem Haufen "Schtütz"!? Dabe weiss doch jeder der senilen Brüder, dass das letzte Hemd keine Taschen haben muss...
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