Reaktion auf Missbrauchs-Fälle
Vatikan kündigt Rundschreiben an
publiziert: Freitag, 19. Nov 2010 / 22:34 Uhr
Benedikt XVI. verurteilte die Vergehen wiederholt, traf Missbrauchsopfer und entschuldigte sich mehrfach für das Vorgefallene.
Benedikt XVI. verurteilte die Vergehen wiederholt, traf Missbrauchsopfer und entschuldigte sich mehrfach für das Vorgefallene.

Vatikanstadt - Als Reaktion auf den Skandal um Missbräuche in der katholischen Kirche will der Vatikan ein Rundschreiben mit Richtlinien für den Umgang mit Missbrauchsfällen herausgeben. Das teilte der Vatikan nach Beratungen von mehr als hundert Kardinälen aus aller Welt mit.

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Das Schreiben werde Regeln für ein «koordiniertes und effizientes Programm» im Kampf gegen sexuellen Missbrauch durch Geistliche enthalten, hiess es nach den Beratungen vom Freitag in Rom.

Tausende Opfer

Über hundert Kardinäle aus der ganzen Welt waren im Vatikan erstmals zu Gesprächen über den Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsfällen zusammengekommen. Der Einladung von Papst Benedikt XVI. zu den Gesprächen waren mehr als die Hälfte der insgesamt 203 Kardinäle gefolgt.

In den vergangenen Jahren und Monaten waren in den USA und in Europa zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester und sowie in katholischen Einrichtungen aufgedeckt worden. Insgesamt war von 14'500 Opfern die Rede.

In Irland beispielsweise wurde vor einem Jahr der sogenannte Murphy-Bericht veröffentlicht. Demnach sollen katholische Würdenträger in dem Land jahrzehntelang Vergewaltigungen und Misshandlungen von Minderjährigen vertuscht haben.

Vom Papst verurteilt

Nach der Veröffentlichungen in Irland waren unter anderem auch in Deutschland, dem Heimatland des Papstes, sowie in Österreich, der Schweiz, Belgien und in Italien Missbrauchsskandale um katholische Geistliche bekannt geworden.

Benedikt XVI. verurteilte die Vergehen wiederholt, traf Missbrauchsopfer und entschuldigte sich mehrfach für das Vorgefallene. Ausserdem verschärfte der Vatikan die Regeln für den Umgang mit Missbrauchsfällen, nach Einschätzung von Opferverbänden allerdings nicht ausreichend.

(fkl/sda)

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