Vatikan will Aids-Kranken Kondome erlauben
publiziert: Sonntag, 23. Apr 2006 / 15:09 Uhr

Rom - Ein Jahr nach seiner Wahl plant Papst Benedikt XVI. einen wichtigen Schritt bei der Aids-Bekämpfung.

Papst Benedikt XVI. habe eine Prüfung dieser besonderen Frage verlangt.
Papst Benedikt XVI. habe eine Prüfung dieser besonderen Frage verlangt.
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Der Vatikan will nach Angaben eines Kurienkardinals HIV-Infizierten den Gebrauch von Präservativen erlauben.

Der Kirchenstaat arbeite an einem entsprechenden Dokument, das demnächst veröffentlicht werden soll, sagte der vatikanische «Gesundheitsminister», der mexikanische Kardinal Javier Lozano Baragàn, in einem Interview der römischen Zeitung «La Repubblica» vom Sonntag.

Wichtige Kurskorrektur

Bisher hat die römisch-katholische Kirche den Gebrauch von Kondomen für Aids-Kranke oder HIV-Infizierte auch in der Ehe strikt abgelehnt. Die Zeitung sprach von einer wichtigen Kurskorrektur des Vatikans.

Laut Beobachtern in Rom kann sich ein Kurienkardinal nur dann öffentlich zu einem solch heiklen Thema äussern, wenn dies zuvor mit Papst Benedikt XVI. abgesprochen ist.

«Es handelt sich um ein sehr schwieriges und delikates Thema», sagte der Kardinal, der als enger Vertrauter von Papst Benedikt XVI. gilt.

Päpstliche Initiative

«Es war Benedikt, der eine Prüfung dieser besonderen Frage einer Benutzung von Kondomen von Seiten Aids-Kranker verlangt hatte», fügte der Kurienkardinal hinzu. Wie die Neuregelung des Vatikans im Einzelnen aussehen könnte, sagte er aber nicht.

Bereits vor einigen Tagen hatte der in Italien einflussreiche ehemalige Erzbischof von Mailand, Kardinal Carlo Maria Martini, mit dem gleichen Vorschlag für Schlagzeilen gesorgt.

Der vor einem Jahr gestorbene Papst Johannes Paul II. hatte dagegen stets einen strengeren Kurs verfolgt: Er lehnte Kondome auch zur Vorbeugung von Aids und Geschlechtskrankheiten ab. Stattdessen forderte er sexuelle Enthaltsamkeit.

(bert/sda)

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