Venus zieht an Sonne vorüber
publiziert: Dienstag, 8. Jun 2004 / 15:47 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Jun 2004 / 16:07 Uhr

Bern - Schaulustige in aller Welt haben den ersten Venusdurchgang vor der Sonne seit rund 122 Jahren mitverfolgt. In der Schweiz beobachteten Hunderte bei ausgezeichneten Bedingungen das seltene Naturschauspiel.

Der letzte Venustransit fand 1882 statt.
Der letzte Venustransit fand 1882 statt.
Während 6 Stunden, 3 Minuten und 28 Sekunden war die Venus in Bern nicht als heller Stern, sondern als winziger schwarzer Punkt auf der gleissenden Sonne zu sehen. Der letzte Venustransit fand 1882 statt. Erst 2117 kann das Spektakel in Mitteleuropa das nächste Mal beobachtet werden.

Bedeutend früher, nämlich in der Nacht auf den 6. Juni 2012, wird die Venus von der Erde aus sichtbar an der Sonne vorbeiziehen. In Europa wird es dann allerdings Nacht sein. Mitverfolgen lässt sich das Schauspiel dann nur in Teilen Asiens und auf dem Pazifik.

Andrang bei den Sternwarten

In zahlreichen Schweizer Sternwarten, Planetarien und Instituten fanden öffentliche Beobachtungen mit professionellen Geräten statt. Hunderte Besucher, darunter viele Schüler und Seniorengruppen, liessen sich von Fachleuten die Himmelserscheinung erklären.

Vor dem Abbild der Sonne mit 1,6 Meter Durchmesser war die Venus dabei noch gut so Gross wie ein Ping-Pong-Ball. Das wegen der Neigung der Umlaufbahnen der Planeten äusserst selten zu beobachtende Phänomen erlaubte es im 18. Jahrhundert, die Distanz zwischen Sonne und Erde erstmals genau zu berechnen. Der Schweizer Mathematiker Leonhard Euler und sein französischer Kollege Dionis du Séjour benutzten dazu Messungen der Venusdurchgänge von 1761 und 1769.

Unterschiedliche Länge

Je nach Standort der Beobachter dauerte das Spektakel unterschiedlich lang. Die Moskauer konnte es während 6 Stunden, 2 Minuten und 36 Sekunden geniessen. In Pretoria war der Venustransit während 6 Stunden, 11 Minuten und 11 Sekunden zu sehen, wie der Sternwarte Uecht vorliegende Zahlen zeigen.

Die Venus, der Nachbarplanet der Erde, ist mit einem Durchmesser von 12 100 Kilometern fast so gross wie die Erde. Ihr rötlich glühender Boden ist im Durchschnitt rund 470 Grad Celsius heiss und damit sehr lebensfeindlich.

(rp/sda)

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