Verändertes Erbgut im All
publiziert: Montag, 6. Nov 2006 / 18:49 Uhr

Essen - Langzeitflüge ins All schädigen das Erbgut von Astronauten. Schon in einer Umlaufbahn von 500 Kilometer über der Erde breche die kosmische Strahlung die Chromosomen der Astronauten gehäuft, sagte ein Genetiker der Universität Essen-Duisburg.

Wie sich die Mutationen dauerhaft auswirkten, sei bislang nur an drei Astronauten erforscht.
Wie sich die Mutationen dauerhaft auswirkten, sei bislang nur an drei Astronauten erforscht.
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Der Forscher Christian Johannes untersucht in einer Langzeitstudie Blutproben von Astronauten vor und nach deren Flug zur Internationalen Raumstation ISS.

«Im Schnitt steigt der Anteil von Zellen mit veränderten Chromosomen von einem Prozent auf anderthalb Prozent», sagte Johannes. Dies entspreche einem Anstieg um 40 Prozent. Damit steige letztlich auch das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Jedoch seien dies erst vorläufige Ergebnisse; die Studie laufe noch mindestens zwei Jahre. Bisher wurden zwölf von zwanzig Astronauten untersucht.

Schutz der Astronauten

Wie sich die Mutationen dauerhaft auswirkten, sei bislang nur an drei Astronauten erforscht. Ein halbes beziehungsweise ein Jahr nach deren Rückkehr aus dem All sei der Anteil veränderter Chromosomen bei ihnen wieder gesunken, sagte Johannes.

Die Untersuchungen sollen helfen, die Langzeitfolgen von Raumflügen für Astronauten abzuschätzen. Letztlich sollen so auch mögliche Schutzmassnahmen für Flüge zum Mars oder Mond erarbeitet werden.

«Die Ergebnisse sind nicht verwunderlich», sagte Johannes. Die Astronauten seien bei ihrer Arbeit ständig dem Beschuss mit energiereichen Elektronen, Protonen und anderen Teilchen ausgesetzt. In biologischem Gewebe können dadurch unter anderem Moleküle gespalten werden, darunter auch das Erbmolekül DNA.

(bert/sda)

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