Verbesserungen für Studenten in Deutschland
publiziert: Donnerstag, 18. Jun 2009 / 16:27 Uhr

Berlin - Die Kultusminister der deutschen Bundesländer haben den seit Tagen protestierenden Studenten Nachbesserungen bei den umstrittenen neuen Bachelor- und Masterstudiengängen zugesagt.

Die Hörsäle sind überfüllt.
Die Hörsäle sind überfüllt.
Es gab ein mehr als einstündiges Gespräch zwischen einer sechsköpfigen Studentenabordnung und neun Länder-Kultusministern.

Das Treffen in Berlin sei ruhig und in sachlicher Atmosphäre verlaufen, berichteten anschliessend übereinstimmend der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Harry Tesch, sowie die Studenten. Tesch sagte: «Ich bin froh, dass wir dieses Gespräch führen konnten.»

Die Studenten berichteten, man habe den Ministern die schwierige Studiensituation dargestellt. Überfüllte Hörsäle und Seminare, ein nicht mehr zu verkraftende Stofffülle sowie zu wenig Betreuung durch die Dozenten liessen keinen Raum für ein vertieftes Studium.

Umsetzungsprobleme

Hinzu käme bereits vom ersten Semester an die Sorge, nach dem Bachelor- Abschluss nicht auch zum Master-Studium zugelassen zu werden.

Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz widersprach den Studierenden, dass die neuen Bachelor-Master-Studienstruktur gescheitert sei. Olbertz wie auch andere Kultusminister räumten aber «erhebliche Umsetzungsprobleme» an den Hochschulen ein.

Die Studentenvertreter und die Kultusminister verabredeten weitere Gespräche in den einzelnen Bundesländern.

(sl/sda)

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