Verbündete drängen Bush zu Gesprächen
publiziert: Montag, 13. Nov 2006 / 21:45 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Nov 2006 / 23:39 Uhr

Washington/Bagdad - Auf der Suche nach einer Lösung im Irak-Konflikt gerät US-Präsident George W. Bush immer mehr unter Druck, Syrien und den Iran einzubeziehen.

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Dafür ausgesprochen hat sich neben dem britischen Premier Blair Australiens Regierungschef Howard.

Tony Blair stellte seine Forderung nach einer Beteiligung des Irans und Syriens ins Zentrum seiner jährlichen aussenpolitischen Grundsatzrede.

Veränderte Situation

Er sehe die Notwendigkeit einer breit angelegten Strategie für den Nahen Osten, sagte seine Sprecherin. Dazu gehörten auch Friedensbemühungen für die Palästinenser und Libanon.

Zugleich habe sich der Konflikt im Irak verändert. Daher müsse sich auch die Politik der Verbündeten verändern.

Der australische Ministerpräsident John Howard pflichtete Blair bei, gab sich über den Ausgang allerdings skeptischer.

Zum Umdenken gedrängt

Bush hat es bislang abgelehnt, mit Syrien und dem Iran über den Irak-Konflikt zu sprechen. Angesichts wachsender militärischer Verluste und der Wahlniederlage steht er aber - wie Blair - inzwischen unter starkem innenpolitischem Druck, Wege für einen Abzug der Truppen aus dem Irak zu finden.

Der Iran schloss Gespräche mit dem Westen über die Lage im Nahen und Mittleren Osten einschliesslich des Iraks indessen nicht aus. Sollten die USA ein solches Gespräch offiziell vorschlagen, werde die Regierung in Teheran darüber nachdenken, sagte Aussenministeriumssprecher Mohammed Ali Hosseini.

Bush beriet mit den Mitgliedern einer hochrangigen Expertenkommission über den künftigen Kurs im Irak. Der Präsident und die so genannte Baker-Kommission hätten das Treffen zu einem Gedankenaustausch genutzt, sagte Bushs Sprecher Tony Snow. Festlegungen zur künftigen Strategie im Irak seien dabei nicht getroffen worden.

Weiterhin Gewalt im Irak

Die Gewalt im Irak riss unterdessen nicht ab. Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Kleinbus in Bagdad wurden nach Polizeiangaben elf Menschen getötet. Rund 20 Menschen seien bei dem Anschlag in einem von Sunniten und Schiiten bewohnten Viertel im Norden der irakischen Hauptstadt verletzt worden.

In Mossul töteten Unbekannte einen Kameramann des irakischen Fernsehsenders Al-Sharqija. Er ist der vierte Mitarbeiter des Senders mit Sitz in Dubai, der im Irak einem Attentat zum Opfer fiel.

(bert/sda)

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