Medienberichte
Verdächtiger der Brüssel-Anschläge gefasst
publiziert: Mittwoch, 23. Mrz 2016 / 12:23 Uhr

Brüssel - Die belgische Polizei hat laut Medienberichten einen Verdächtigen der Anschläge vom Dienstag festgenommen. Entgegen ersten Berichten soll es sich aber nicht um den gesuchten Najim Laachraoui handeln.

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Es sei ein Verdächtiger gefasst worden, aber nicht Laachraoui, meldete die belgische Zeitung "Libre Belgique". Auch andere Medien meldeten, die Festnahme Laachraouis sei von der Polizei dementiert worden. Die Staatsanwaltschaft wollte um 13 Uhr informieren.

Die Festnahme habe sich im Brüsseler Bezirk Anderlecht ereignet, berichteten zuvor Zeitungen und Rundfunksender übereinstimmend. Zunächst hatte es geheissen, bei dem Festgenommenen handle es sich um einen der drei Männer, nach denen mit Fahndungsbildern vom Flughafen gesucht worden war. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei den zwei anderen Männern um die Selbstmordattentäter handelt.

Laachraoui steht im Fokus der Sicherheitsbehörden und auf deren Fahndungslisten. Seine DNA-Spuren seien nach den Anschlägen von Paris in Wohnungen gefunden worden, die damals von deganzn Attentätern dort genutzt worden seien. Das hatte die Staatsanwaltschaft am Montag mitgeteilt.

2013 soll Laachraoui nach Syrien gereist sein. Im September vergangenen Jahres wurde er unter falscher Identität an der österreichisch-ungarischen Grenze zusammen mit Salah Abdeslam und Mohamed Belkaid kontrolliert. Diese beiden Männer gelten als Verdächtige der Pariser Anschläge.

Verbindung zu Abdeslam

Abdeslam wurde am Freitag in Brüssel gefasst. Am Abend der Anschläge in Paris am 13. November soll er die Angreifer am Stade de France zu dem Fussballstadion gefahren haben. Ein im Pariser Vorort Montrouge gefundener Sprengstoffgürtel gehörte möglicherweise ihm.

Belkaid wurde kurz vor Abdeslams Verhaftung bei einer Razzia im Brüsseler Vorort Forest getötet. Der 35-jährige Algerier war womöglich an der Planung der Pariser Anschläge beteiligt und stand vermutlich mit den Attentätern am Abend des 13. November telefonisch in Kontakt.

(bert/sda)

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