Verdächtiger der Massen-Vergewaltigung wird entlassen
publiziert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 10:13 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 13:26 Uhr

Zürich - Einer der neun Jugendlichen, die verdächtigt werden, in Zürich- Seebach ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben, wird heute aus der Untersuchungshaft entlassen. Die anderen sollen weiterhin in U-Haft bleiben.

Die Täter sollen im Gemeinschaftszentrum Zürich-Seebach verkehrt haben.
Die Täter sollen im Gemeinschaftszentrum Zürich-Seebach verkehrt haben.
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Über die von der Zürcher Jugendanwaltschaft beantragte Haftverlängerug entscheidet der Haftrichter am Freitag, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Ohnehin in Haft bleibt der zehnte mutmassliche Täter: Dieser ist volljährig, weshalb er für drei Monate in U-Haft behalten werden kann.

Bei Jugendlichen wird die Haft immer nur befristet beantragt. Deren Verlängerung drängt sich nun auf, weil weitere Untersuchungen anstehen und die Gefahr besteht, dass sich die Täter absprechen. Zudem kommt es zu einer weiteren Befragung des Opfers, welche die Angeschuldigten über eine Videoübertragung mitverfolgen können.

Kein dringender Tatverdacht

Die Entlassung des einen Jugendlichen begründet die Jugendanwaltschaft damit, dass kein dringender Tatverdacht mehr gegeben sei. Allerdings wird der Bursche weiterhin nicht frei auf Zürichs Strassen herumspazieren können.

Weil der Tatverdacht doch noch nicht völlig ausgeräumt werden kann, wird der Jugendliche im Rahmen einer vorsorglichen jugendstrafrechtlichen Massnahme ausserhalb von Zürich untergebracht. Genauere Angaben zur Art der Institution machte Hansueli Gürber, Pressesprecher der Jugendanwaltschaft, keine.

(fest/sda)

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