Verdächtiger nach Waldbränden festgenommen
publiziert: Montag, 28. Apr 2008 / 16:00 Uhr

Santa Cruz - Zwei Tage nach dem Ausbruch von Waldbränden auf der Kanaren-Insel La Gomera hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Wie die spanischen Sicherheitskräfte mitteilten handelte es sich dabei um einen Landwirt.

Die Flammen bedrohen den Garajonay-Nationalpark.
Die Flammen bedrohen den Garajonay-Nationalpark.
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Der 53-Jährige wird beschuldigt, eines der Feuer gelegt zu haben. Er habe in der Ortschaft Hermigua Stoppelfelder niedergebrannt, hiess es von Seiten der Polizei.

Die Flammen griffen von dort auf Waldgebiete über und bedrohten auch den Garajonay-Nationalpark. Zwei weitere Waldbrände wurden nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE vermutlich durch elektrische Kurzschlüsse ausgelöst.

Die Löschmannschaften versuchten, ein Übergreifen der Flammen auf das Naturreservat zu verhindern. Nach Angaben der Behörden brannten 800 Hektar Wald- und Buschland nieder.

1000 Menschen geflüchtet

Der Nationalpark war bislang nicht betroffen. Das 4000 Hektar grosse Gelände um den Berg Garajonay ist für seine einzigartigen Regen- und Lorbeerwälder bekannt. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Flammen hatten am Wochenende 1000 Menschen in die Flucht getrieben. Bei grosser Hitze und starkem Wind breitete sich das Feuer im Norden der dicht bewaldeten Insel an mehreren Fronten aus. La Gomera ist als Ferieninsel wegen ihrer üppigen Vegetation vor allem bei Naturfreunden und Wanderern beliebt.

(ht/sda)

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