Verdächtiger nach Zürcher Bombenalarm wieder frei
publiziert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 11:45 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 12:33 Uhr

Zürich - Der Mann, der im Zusammenhang mit dem falschen Bombenalarm am Zürcher Bahnhof Stadelhofen festgenommen wurde, ist wieder frei. Die SBB reicht Strafanzeige gegen Unbekannt ein.

Der Verdächtige war beim Bahnhof Stadelhofen festgenommen worden.
Der Verdächtige war beim Bahnhof Stadelhofen festgenommen worden.
Der Verdacht gegen den am Mittwochabend beim Bahnhof Stadelhofen festgenommenen 46-jährigen Schweizer habe sich nicht bestätigt, sagte Polizeisprecher Erich Maag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der Mann hatte sich in der Nähe des Tunnels verdächtig benommen.

Zurzeit wird laut Maag das Bekennerschreiben durch den Wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich ausgewertet. Zu dessen Inhalt wollte er keine Angaben machen. Das Schreiben war am Mittwochnachmittag per Fax bei der SBB eingegangen.

Strafanzeige gegen Unbekannt

Die SBB war am Donnerstag daran, den durch das massive Chaos entstandenen Schaden aufzurechnen. Man werde Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen, sagte SBB-Sprecher Roger Baumann.

Wegen der massiven Verspätungen müsse die SBB auch mit Schadenersatzforderungen von Passagieren rechnen, sagte Baumann. Von der über dreistündigen Sperrung des Tunnels zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Stadelhofen waren am Mittwochabend laut SBB gegen 100 000 Reisende betroffen.

Das Herzstück der Zürcher S-Bahn war am Nachmittag wegen der Androhung einer Bombe im Tunnel geschlossen worden. Um 18.30 Uhr konnte die Stadtpolizei Entwarnung geben. Danach dauerte es rund eineinhalb Stunden, bis der Verkehr auf dem Zürcher S-Bahn-Netz wieder weitgehend normal rollte.

(bert/sda)

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