Verdoppelung der Entwicklungshilfe gefordert
publiziert: Dienstag, 12. Apr 2005 / 20:02 Uhr

Washington - Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben eindringlich an die Industriestaaten appelliert, ihre Entwicklungshilfe in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln.

Die extreme Armut soll bis zum Jahr 2015 halbiert werden.
Die extreme Armut soll bis zum Jahr 2015 halbiert werden.
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Andernfalls sei das Ziel nicht erreichbar, die extreme Armut in der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren, konstatieren die Institute in einem Bericht zur Umsetzung der Millenniumsziele.

Bei der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF am Wochenende in Washington soll eine Zwischenbilanz der Millenniumsinitiative gezogen und über neue Massnahmen wie einen möglichen Zugriff auf die IWF-Goldreserven beraten werden.

Die Mitgliedstaaten der UNO hatten sich bei einem Gipfeltreffen im September 2000 in New York verpflichtet, die Zahl der Menschen in der Welt, die mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müssen, bis 2015 zu halbieren.

Viele Länder hinken dem Ziel hinterher

Zu diesem Zweck sagten die Industriestaaten zu, ihre Ausgaben für die Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent ihres jeweiligen Bruttonationaleinkommens (BNE) zu steigern. Derzeit hinken viele Länder diesem Ziel aber weit hinterher.

Die EU-Kommission kündigte jedoch an, sie wolle die Mitgliedsländer dazu verpflichten, ab 2010 mindestens 0,51 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Entwicklungshilfe zur Verfügung zu stellen.

Weltbank und IWF wiesen besonders auf die dramatische Lage in den afrikanischen Ländern der Subsahara hin. Allein in dieser Region würden in diesem Jahr zwei Millionen Menschen an Aids sterben.

An die Entwicklungsländer richteten IWF und Weltbank den Appell, die Bedingungen für Investitionen zu verbessern. Ausserdem müsse zum Erreichen der Milleniumsziele die Liberalisierung des Welthandels vorangetrieben werden.

(rr/Si)

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