Verhaftungen im Millionenraub
publiziert: Donnerstag, 23. Feb 2006 / 22:37 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Feb 2006 / 07:19 Uhr

London - Schwer bewaffnete Räuber haben beim grössten bewaffneten Raubüberfall in der Geschichte Grossbritanniens umgerechnet bis zu 90 Millionen Franken erbeutet. Nun nahm die Polizei zwei Verdächtige fest.

Opfer des Millioneraubs wurde die britische Sicherheitsfirma Securitas.
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Wie die Polizei der Grafschaft Kent am Abend mitteilte, handelt es sich um einen 29-jährigen Mann und eine 31-jährige Frau. Die beiden seien in London festgenommen worden.

Hohe Belohnung

Mehrere Täter hatten in der Nacht zum Mittwoch ein Gelddepot in Tonbridge ausgeraubt und dabei bis zu 50 Millionen Pfund erbeutet. Die Behörden setzten eine Belohnung von bis zu zwei Millionen Pfund (rund 4,5 Millionen Franken) aus für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

«Ich möchte betonen, dass diese Männer bewaffnet, gefährlich und gewaltbereit sind», sagte Hauptkommissar Paul Gladstone, der die Ermittlungen leitet.

Sechs bis neun Täter

Die Gangster hatten am frühen Mittwochmorgen bei dem offensichtlich von langer Hand geplanten Überfall auf das regionale Depot der Wertschutzfirma Securitas für den gesamten Südosten Englands in der Ortschaft Tonbridge Paletten voller Bargeld in alten und neuen Scheinen erbeutet.

Zwei Mitglieder der insgesamt sechs bis neun Mann starken Bande hatten am Dienstagabend den Direktor des Gelddepots gefangen genommen. Zwei weitere Täter entführten dessen Ehefrau und den achtjährigen Sohn.

Keine Verletzten

«Sie drohten mit der Erschiessung der Familienmitglieder, wenn der Direktor ihnen nicht den Zugang zu dem Depot ermöglichen würde», sagte ein Polizeisprecher. In dem Geldlager, wo Barmittel für tausende kleine und mittlere Unternehmen Südostenglands lagerten, fesselten die Gangster 15 Wachleute.

Die Beute des Raubs in Tonbridge, bei dem niemand verletzt wurde, dürfte weit grösser sein als die des legendären britischen Postraubs von 1963.

(sda)

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