Verheerende Waldbrände: «Nationale Tragödie»
publiziert: Samstag, 25. Aug 2007 / 08:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 25. Aug 2007 / 12:45 Uhr

Athen - Der griechische Regierungschef Kostas Karamanlis hat die verheerenden Waldbrände in seinem Land als «nationale Tragödie» bezeichnet. Dies sagte der Politiker in einer Fernsehansprache.

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«Der Staat wird alles unternehmen, damit die Wunden des Feuer-Orkans geheilt werden», erklärte Karamanlis nach einer mehrstündigen Inspektion der betroffenen Regionen.

Bei den Bränden auf der griechischen Halbinsel Peloponnes sind insgesamt 41 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden verletzt.

Bereits gestern hatte die griechische Regierung die Europäische Union um Hilfe bei der Bekämpfung der Brände gebeten. Es fehlt vor allem an Löschflugzeugen.

Hunderte von Flammen eingekreist

Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte, da hunderte Menschen in der Nacht in den Dörfern des Hinterlandes der Halbinsel Peloponnes von den Flammen eingekreist wurden und dort ausharren mussten.

«Es ist schrecklich. Ich habe so etwas nie erlebt. Wir entdecken hier immer mehr verkohlte Leichen, die auf den Strassen herumliegen. Hier liegt eine Mutter mit vier Kindern», berichtete der Präsident des griechischen Journalistenverbandes Panos Sombolos aus der Umgebung der kleinen Ortschaft Makitos.

Apokalyptische Bilder

«Apokalyptische Bilder», hiess es in nahezu allen griechischen Zeitungen am Morgen. Mit dem ersten Tageslicht konnten mehrere Löschflugzeuge und Helikopter im Raum der am schwersten getroffenen Region der Kleinstadt Zacháro auf der Westseite des Peloponnes eingesetzt werden.

In anderen Regionen des Landes toben ebenfalls Waldbrände. Nach Angaben der Feuerwehr brennt es an mehr als 170 Stellen in fast allen südlichen Landesteilen.

Beispiellose Krise in Süditalien

Auch in Süditalien konnten die gewaltigen Waldbrände bis zum Freitag nicht gelöscht werden. Dort stiegen die Temperaturen wieder bis auf 38 Grad. Feuerwehr und Armee allein am Donnerstag zu insgesamt 519 Einsätzen bei Waldbränden ausrücken.

234 davon wurden auf Sizilien gezählt, wie italienische Medien berichteten. «Eine Krise solchen Ausmasses hat es noch nie gegeben», sagte Michele Candotti, der Chef vom WWF Italia.

In diesem Sommer sind in Italien bisher rund 90'000 Hektar Wald in Flammen aufgegangen. Im Vergleich zu 2006 nahmen die Brände um 40 Prozent zu. Elf Menschen kamen in den Feuern ums Leben. Die meisten Brände würden absichtlich gelegt, hiess es in den Medien.

(ht/sda)

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