Dutzende Tote und hundertausende Obdachlose
Verheerendes Doppel-Erdbeben in China
publiziert: Freitag, 7. Sep 2012 / 16:53 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Sep 2012 / 21:32 Uhr
Etwa 20'000 Wohnhäuser seien zerstört oder beschädigt worden. (Symbolbild)
Etwa 20'000 Wohnhäuser seien zerstört oder beschädigt worden. (Symbolbild)

Peking - Bei einem Doppel-Erdbeben im Südwesten Chinas sind am Freitag nach Behördenangaben über 60 Menschen getötet und mehr als 700 verletzt worden. Rund 100'000 Menschen wurden wegen der Gefahr weiterer Nachbeben in Sicherheit gebracht.

Erdbebenversicherung für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Endlich sind Erdbebenschäden versicherbar!
1 Meldung im Zusammenhang
Mehr als 30'000 Häuser seien zerstört oder beschädigt worden, teilten die Behörden der am stärksten betroffenen Provinz Yunnan mit. Hunderttausend Menschen wurden obdachlos.

Die beiden schwersten Beben ereigneten sich gegen Mittag lokaler Zeit innerhalb von einer Stunde. Beide Erdstösse hatten nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 5,6. Das chinesische Erdbebenzentrum nannte eine Stärke von 5,7. Mehr als 60 Nachbeben wurden registriert.

Das Epizentrum lag in neun Kilometer Tiefe im Bezirk Yiliang an der Grenze zwischen den südwestlichen Provinzen Yunnan und Guizhou. Auch in der benachbarten Provinz Sichuan seien die Beben zu spüren gewesen, hiess es.

Angst vor weiteren Beben

Mit dem ersten Beben rannten viele Menschen in Panik aus ihren Häusern oder Büros. «Ich bin die Strasse langgelaufen, als ich auf einmal den Boden unter mir schwanken fühlte», berichtete ein Augenzeuge im Internet. «Die Menschen kamen schreiend aus den Häusern gerannt, ich habe immer noch Angst.»

Viele Menschen weigerten sich auch Stunden danach noch, wieder in die Gebäude zurückzukehren. Im Fernsehen waren hunderte Menschen in der Stadt Yiliang in der Provinz Yunnan zu sehen, die auf der Strasse ausharrten. Für die Obdachlosen wurden laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua tausende Zelte und Decken in die relativ abgelegene Gegend geschickt.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao machte sich einem Bericht des Staatsfernsehens zufolge auf den Weg in die Krisenprovinz, um sich über den Stand der Rettungsarbeiten zu informieren. Auch Mitarbeiter des Roten Kreuzes fuhren in das Erdbebengebiet.

Der Südwesten Chinas ist immer wieder von Erdbeben betroffen. Bei einem schweren Beben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan waren im Mai 2008 fast 70'000 Menschen getötet worden.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - Mindestens 80 Menschen sind bei zwei Erdbeben vom Freitag in China ums Leben gekommen. Regierungschef Wen Jiabao rief die Rettungskräfte zu grössten ... mehr lesen
Regierungschef Wen Jiabao rief die Rettungskräfte zu grössten Rettungsanstrengungen auf. (Archivbild)
Erdbebenversicherung für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Endlich sind Erdbebenschäden versicherbar!
Retter versorgen die Überlebenden.
35 Tote bei Beben  Tainan - Mehr als zwei Tage nach einem Erdbeben auf Taiwan sind mehrere Überlebende aus den Trümmern eines umgestürzten Hochhauses gerettet worden. Mindestens 37 Menschen kamen bei dem Beben der Stärke von 6,4 ums Leben. 
Retter suchen 120 Vermisste nach Beben in Taiwan Peking - Nach dem Erdbeben im Süden Taiwans haben die Rettungskräfte weiter nach rund 120 Vermissten in ...
Nahe der Schweizer Grenze  Bern - Nahe der Schweizer Grenze in Österreich hat am späten Sonntagabend die Erde ...
Im vergangenen Jahr hat der SED rund 700 Beben registriert. (Symbolbild)
Das Erdbeben zeigte eine Stärke von 6,3 an.
Naturkatastrophe erschüttert Melilla  Madrid - Ein ungewöhnlich starkes Erdbeben hat die Mittelmeerküsten im Norden Marokkos und im ...  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Die... Unterstützung von Kriminellen, gepaart mit erheblicher Naivität, könnte ... Di, 09.02.16 16:00
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Helfen "das 25-jährige Opfer einem Mann aus Gambia Unterschlupf gewährt haben ... Sa, 06.02.16 11:43
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Die... meisten Karnevalsteilnehmer sind mit absoluter Wahrscheinlichkeit ... Do, 04.02.16 18:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Erst,... wenn es die ersten Malariafälle in der westlichen Welt gibt, wird ein ... Mo, 01.02.16 22:54
  • JaSchei aus Winterthur 1
    Verkehrsunfall in Slowenien Vier Tote bei Massenkarambolage mit 70 Fahrzeugen Verstehen nicht warum Belgrad, Serbien bei dieser Nachricht am Anfang ... So, 31.01.16 14:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Die... scharfen Polizeihunde haben offenbar die nötige Wirkung erzielt und die ... Sa, 30.01.16 09:19
  • Kassandra aus Frauenfeld 1664
    Liebe Philomena Vielen Dank für Ihren wirklich humanen Beitrag hier, wo es nur so ... Fr, 29.01.16 11:00
  • jorian aus Dulliken 1737
    Heute Abend kommt auf 3sat.... .... Cannabis Droge oder Medizin. Für mich ganz klar ... Do, 28.01.16 17:27
Die Frau verletzte sich bei der Kollision unbestimmt.
Unglücksfälle Auto kollidiert mit Schneepflug Am Mittwochmorgen ist in Kirchberg SG eine 24-jährige ...
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich -2°C -2°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel -2°C -1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen -1°C 1°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 2°C 4°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 3°C 5°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 3°C 10°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten