Verhütung führt zu weltweit weniger Abtreibungen
publiziert: Mittwoch, 14. Okt 2009 / 08:16 Uhr

London - Die Zahl der ungewollten Schwangerschaften und Abtreibungen ist in den vergangenen Jahren weltweit zurückgegangen. Grund sei der zunehmende Gebrauch von Verhütungsmitteln, heisst es in einer in London veröffentlichten Studie des Guttmacher Instituts.

Die Zahl der Abtreibungen ist weltweit zurückgegangen. (Archivbild)
Die Zahl der Abtreibungen ist weltweit zurückgegangen. (Archivbild)
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Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in New York und Washington ist auf Sexualgesundheit spezialisiert. Wurden zu Beginn der Studie im Jahr 1995 noch 69 von 1000 Frauen im gebärfähigen Alter ungewollt schwanger, so fiel diese Zahl bis 2008 auf 55.

Die Zahl der Abtreibungen nahm von geschätzten 45,5 Millionen im Jahr 1995 auf 41,6 Millionen im Jahr 2003 ab. Vor allem in den entwickelten Ländern habe es deutlich weniger Abtreibungen gegeben.

Hauptgrund dafür ist der Siegeszug der Verhütungsmittel: Insgesamt nutzten laut der Studie 2003 weltweit fast zwei Drittel aller verheirateten Frauen Verhütungsmittel, 1990 sei es nur etwas mehr als die Hälfte gewesen.

Afrikanische Frauen möchten sich verhüten

Vor allem in den Entwicklungsländern gebe es aber zum Teil deutliche Unterschiede: Während im Jahr 2003 fast drei Viertel aller verheirateten Frauen in Südamerika und der Karibik verhüteten, waren es in Afrika nur gut ein Viertel. Ein weiteres Viertel wollte zwar verhüten, konnte es sich aber nicht leisten oder durfte es aus familiären Gründen nicht.

Die Autoren der Studie fordern, den Zugang zu Verhütungsmitteln zu erleichtern und Frauen mehr Möglichkeiten zu sicheren und legalen Abtreibungen zu geben sowie deren Behandlung zu verbessern.

(zel/sda)

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