Verletzte Journalistin wieder in Rom
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2005 / 15:49 Uhr

Rom - Die italienische Journalistin Giuliana Sgrena ist nach vier Wochen in irakischer Geiselhaft in ihre Heimat zurückgekehrt. Sgrena landete am Vormittag in der Hauptstadt Rom, wie am dortigen Flughafen Ciampino verlautete.

Giuliana Sgrena kam in einen Angriff der Amerikaner.
Giuliana Sgrena kam in einen Angriff der Amerikaner.
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Am Flughafen Ciampino wurde die 56-Jährige von ihrer Familie, Ministerpräsident Silvio Berlusconi und zahlreichen Politikern und Kollegen empfangen.

Die beim Beschuss durch amerikanische Soldaten an der Lunge verletzte Reporterin verliess gestützt auf zwei Männer das Flugzeug. Sie wurde daraufhin in ein Militärspital gebracht.

Sgrena war gestern vom italienischen Geheimdienst befreit worden. Anschliessend wurde ihr Auto auf dem Weg zum Flughafen aus noch ungeklärter Ursache von amerikanischen Soldaten beschossen. Der Vorfall wird derzeit untersucht.

"Kugelhagel"

Die Journalistin berichtete dem italienischen Fernsehsender RaiNews24 am Telefon, von einem regelrechten "Kugelhagel" auf ihr Fahrzeug.

Das Auto sei "unter diesen Umständen" nicht sehr schnell gefahren, aber es sei weiter geschossen worden. "Der Fahrer konnte nicht einmal erklären, dass wir Italiener sind", sagte die Reporterin. Bei dem Beschuss wurde ein Geheimdienstbeamter getötet.

Die Leiche soll am späten Abend nach Italien gebracht werden. Der Zustand eines weiteren italienischen Geheimdienstbeamten, der bei der Schiesserei schwer verletzt worden war, sei weiter kritisch, hiess es.

Über einen Monat entführt

Sgrena arbeitet unter anderem für die italienische Tageszeitung "Il Manifesto" und für die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit". Sie war am 4. Februar in Bagdad verschleppt worden.

Mitte Februar hatten in Rom eine halbe Million Menschen für die Freilassung der Journalistin demonstriert. Am 16. Februar hatten die Entführer ein Videoband veröffentlicht, auf dem Sgrena unter Tränen um ihr Leben und um den Abzug der italienischen Truppen aus dem Irak bat.

(rr/sda)

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