Verletzte nach Zwischenfällen an der deutschen Grenze in Basel
publiziert: Freitag, 9. Jul 2004 / 19:39 Uhr

Weil am Rhein - Bei zwei Zwischenfällen am deutschen Zoll bei Basel sind zwei Menschen verletzt worden. Ein Autofahrer, der sich der Durchsuchung seines Fahrzeugs entziehen wollte, verletzte einen deutschen Zöllner. Einen Schwerverletzten forderte eine LKW-Massenkollission.

Haben einen gefährlichen Job, die Zollbeamten.
Haben einen gefährlichen Job, die Zollbeamten.
Bei dem Lastwagen-Unfall vor dem deutsch-schweizerischen Autobahn-Grenzübergang Weil am Rhein fuhr ein Mann in der Nacht zum Freitag ungebremst in ein Stau-Ende. Er wurde dadurch schwer verletzt.

Gesamtschaden von 450 000 Euro

Durch den Aufprall wurden zwei weitere Lastwagen ineinander geschoben, wie die Polizei mitteilt. Einer der Lastwagen hatte zehn neue Personenwagen geladen, die durch den Aufprall auf die Fahrbahn geschleudert wurden. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 450 000 Euro.

Vor jenem Autobahn-Zollamt an einer der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Strassenachsen stauen sich regelmässig die Lastwagen. Die Chauffeure müssen Formalitäten abwickeln, doch der Standplatz ist auch nach einer Ausweitung knapp.

Schon zuvor deutscher Zöllner verletzt

Bereits Stunden zuvor hatte ein Autofahrer einen deutschen Zöllner verletzt. Der Zwischenfall ereignete sich am Grenzübergang Weil am Rhein-Friedlingen am Donnerstag gegen 20 Uhr, wie das Hauptzollamt Lörrach (D) mitteilt.

Zusammen mit anderen Beamten kontrollierte der Zöllner einen aus der Schweiz kommenden 47-jährigen Reisenden. Als dessen Auto durchsucht werden sollte, startete er den Motor. Trotz gezogener Dienstwaffe gab der Mann Gas, und sein Auto streifte den Zöllner.

Trotz gezogener Waffe

Trotz vorgehaltener Waffe und lautstarker Aufforderung anzuhalten, fuhr der Mann an. Einer der Zollbeamten stand in diesem Moment direkt vor dem Fahrzeug. Obwohl er zur Seite sprang, wurde er vom Fahrzeug erfasst und zu Boden geschleudert.

Der Beamte erlitt diverse Prellungen und einen Bruch am Brustbein. Bei der Flucht rammte der Täter zwei Absperrgitter und fuhr mit hoher Geschwindigkeit davon.

(pt/sda)

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