Vermutlich drei Schweizer Todesopfer bei Anschlägen auf Bali
publiziert: Montag, 14. Okt 2002 / 19:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Okt 2002 / 08:43 Uhr

Bern - Drei Schweizer Staatsangehörige dürften ihr Leben bei den Anschlägen auf Bali verloren haben. Bisher sei aber einzig der Tod einer 20-jährigen Schweizerin bestätigt, teilte das Aussenministerium (EDA) mit.

Bei zwei Schwerverletzten müsse zudem mit dem Schlimmsten gerechnet werden, sagte Markus Börlin von der Sektion für konsularischen Schutz des EDA vor den Medien in Bern. Die beiden Schwerverletzten würden in Singapur von der Schweizerischen Botschaft betreut.

Die Angehörigen der Opfer aus der Schweiz - einer toten Frau, zweier Schwerverletzter und dreier Leichtverletzter - würden vom EDA begleitet, sagte Börlin. Die Identifikation der Opfer des Anschlags auf Bali sei äusserst schwierig, weil die Leichen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt seien.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) helfe bei der medizinischen Betreuung von 90 indonesischen Verletzten mit Medikamenten und Verbandsmaterial auf Bali mit, sagte Börlin.

Das EDA rate von Reisen nach Bali und Indonesien ab. Angehörige von Reisenden nach Bali sollten sich beim EDA melden.

(sda)

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