Verpfuschtes Leben: 10 Jahre für Mord an Vater
publiziert: Dienstag, 5. Jun 2007 / 15:29 Uhr

Zürich - Ein 24-jähriger Mann, der 2005 in Zürich-Nord seinen Vater umgebracht hat, ist vom Zürcher Obergericht wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren verurteilt worden.

Nach Ansicht des Gerichts war die Tat nicht kaltblütig geplant.
Nach Ansicht des Gerichts war die Tat nicht kaltblütig geplant.
Der Staatsanwalt hatte eine Verurteilung wegen Mordes zu einer 14-jährigen Freiheitsstrafe verlangt. Die Verteidigung plädierte auf 7 Jahre wegen vorsätzlicher Tötung.

Der Angeklagte hatte zugegeben, am 11. November 2005 seinen 46-jährigen Vater mit 35 Messerstichen getötet zu haben. Er machte den Vater für sein verpfuschtes Leben verantwortlich.

Für das Gespräch mit dem Vater in dessen Wohnung hatte er die Tatwaffe mitgenommen. Er habe dann nur zugestochen, weil sich der Vater bei ihm nicht entschuldigt habe, sagte der Angeklagte.

Da er nach der Tat dem Toten noch die Hand abgeschnitten hatte, wurde er auch wegen Störung des Totenfriedens verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts war die Tat nicht kaltblütig geplant. Vielmehr habe der Angeklagte noch bis kurz vor der Tat gezögert.

(bert/sda)

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