Versammlungsverbot in Paris
publiziert: Samstag, 12. Nov 2005 / 11:36 Uhr

Paris - In Paris ist aus Sorge vor Gewaltausbrüchen um 10.00 Uhr ein Versammlungsverbot in Kraft getreten.

Die Behörden haben Angst vor einer weiteren Eskalation der Gewalt. (Bild: Archiv)
Die Behörden haben Angst vor einer weiteren Eskalation der Gewalt. (Bild: Archiv)
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Es gilt nach Angaben der Pariser Behörden bis Sonntag um 08.00 Uhr und wird begleitet von einem massiven Einsatz der Polizei.

Besonders scharf überwacht werden der öffentliche Nahverkehr und die Vorortzüge nach Paris.

Hintergrund sind Aufrufe zu Krawallen in der Hauptstadt, die bisher von Randale weitgehend verschont geblieben war.

Zu dem Fussballklassiker Deutschland gegen Frankreich am Abend halten sich auch zahlreiche deutsche Fans in Paris auf.

Wieder 500 Autos angezündet

Trotz Notstandsmassnahmen und erhöhter Wachsamkeit der Polizei haben in der Nacht Randalierer mehr als 500 Autos angezündet.

Rund 200 Personen seien in dieser 16. Unruhenacht in Folge vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei in ihrer Bilanz mit. In der Vornacht hatte die Polizei mehr als 460 abgebrannte Autos gezählt.

Der Schwerpunkt der Randale lag dabei weniger im Umland von Paris als in Vorstädten um Rennes in Westfrankreich, im Elsass und in Lothringen sowie in Toulouse, wo 33 Autos in Flammen aufgingen. In Saint-Quentin in Nordfrankreich wurde ein Beamter durch ein Molotowcocktail im Gesicht verbrannt.

Sicherheitsvorkehrungen erhöht

Für das Fussball-Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich am Abend im Pariser Stade de France wurden die Sicherheitsvorkehrungen nicht zusätzlich erhöht.

Das Spiel war vom Französischen Fussball- Verband (FFF) ohnehin schon in die höchste Sicherheitskategorie eingestuft worden.

Das Stadion liegt im Vorort Saint-Denis, der in den vergangenen zwei Wochen von Unruhen erschüttert wurde. In unmittelbarer Umgebung der Arena war es jedoch ruhig geblieben.

(rr/sda)

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