Neue US-Vorwahlrunde
Verschärfte Kampagne gegen Trump
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2016 / 19:13 Uhr

Washington - Mit Abstimmungen in fünf Bundesstaaten sind die US-Vorwahlen zur Präsidentschaft am Samstag in eine neue Runde gegangen. Donald Trump und Hillary Clinton hofften darauf, ihren Vorsprung weiter ausbauen zu können.

10 Meldungen im Zusammenhang
Offiziell küren die Republikaner und Demokraten ihren Spitzenkandidaten jeweils auf einem Parteitag im Sommer. Bei den Vorwahlen geht es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für diese Parteikongresse.

Am Samstag richtete sich das Augenmerk hauptsächlich auf den umstrittenen Multimilliardär Donald Trump. Die Abstimmungen galten als Test dafür, wie sich eine verstärkte Kampagne der Republikaner-Führung gegen den Immobilienmogul auswirkt.

Das Partei-Establishment will unbedingt verhindern, dass Trump Spitzenkandidat wird. Die Kampagne hatte sich nach einer Serie von Vorwahlsiegen am jüngsten «Super-Dienstag» deutlich verschärft.

Keine Anweisungen zum Gesetzesbruch

Trump machte inzwischen bei seinen umstrittenen Äusserungen, Terrorverdächtige foltern und ihre Angehörigen töten zu lassen, einen Rückzieher. Dem «Wall Street Journal» teilte Trump am Freitag in einer Erklärung mit, er würde «jede rechtliche Möglichkeit nutzen, die ich habe, um diese terroristischen Feind zu stoppen». Er werde aber nicht die geltenden Gesetze brechen.

Er verstehe, «dass die Vereinigten Staaten durch Gesetze und Verträge gebunden sind und ich werde unser Militär oder andere Beamte nicht anweisen, diese Gesetze zu brechen», erklärte Trump. Die früheren Aussagen Trumps zur Terrorbekämpfung waren auch von republikanischer Seite scharf kritisiert worden.

Trump stiess den konservativen Flügel der Republikaner vor den Kopf, indem er seine für Samstag geplante Teilnahme an der wichtigen Conservative Political Action Conference zugunsten einer Wahlkampfveranstaltung in Kansas absagte. Dies sende «eine klare Botschaft an die Konservativen» im Land, erklärte die Konferenz, bei der später zur Unterstützung von Trumps Herausforderer Ted Cruz aufgerufen wurde.

Trump liegt weiter an der Spitze des republikanischen Bewerberfelds. Am vergangenen Dienstag, dem sogenannten Super Tuesday, gewann er die Vorwahlen in sieben von elf Bundesstaaten.

Vorentscheide in Ohio und Florida

Am Samstag standen in fünf weiteren Bundesstaaten Vorwahlen an - bei den Republikanern in Louisiana, Kansas, Kentucky und Maine sowie bei den Demokraten in Louisiana, Kansas und Nebraska. Der einzige schwarze Bewerber auf republikanischer Seite, Ben Carson, stieg aus dem Rennen aus. Bei den Demokraten steuert die frühere Aussenministerin Hillary Clinton auf die Nominierung zu.

Am Sonntag und kommenden Dienstag stehen insgesamt acht weitere Vorwahlen an, aber alles blickt bereits auf den 15. März. Dann wird unter anderem in Ohio und Florida abgestimmt, den jeweiligen Heimatstaaten von Trumps Mitbewerbern John Kasich und Marco Rubio. Für Beide ist ein Sieg dort ein Muss.

Die Vorwahlen beider Parteien ziehen sich bis in den Frühsommer hin, die Kandidaten werden offiziell auf Parteitagen im Juli gekürt. Die USA wählen dann am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Sechs gescheiterte Kandidaten von Donald Trumps früherer TV-Show «The Apprentice» machen Front gegen ... mehr lesen
Washington - Bernie Sanders hat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten einen Achtungserfolg ... mehr lesen
Würden Sie von diesem Mann ein Auto kaufen... dann können Sie ihn auch eine Weltmacht regieren lassen!
Etschmayer Die Welt schaut momentan mit einer Mischung aus Entsetzen und Faszination auf den Vorwahlkampf der republikanischen ... mehr lesen
Washington - Ted Cruz hat die Vorwahlen der Republikaner in den beiden US-Bundesstaaten Kansas und Maine am Samstag vor ... mehr lesen 2
Weitere Artikel im Zusammenhang
Washington - Nach seinem erfolglosen Abschneiden bei den bisherigen ... mehr lesen
Los Angeles - Ein 23-jähriger Ägypter verlässt freiwillig die USA, um weitere Auseinandersetzungen mit den ... mehr lesen
Donald Trump kann auf die Unterstützung der anderen Kandidaten zählen.
Detroit - Die jüngste TV-Debatte der Republikaner endete in der Nacht ... mehr lesen
Washington - Im US-Präsidentschaftswahlkampf zeichnet sich ein Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ab. Nach den ... mehr lesen
Hillary Clinton schoss in ihrer Rede gegen Donald Trump. (Archivbild)
Washington - Hillary Clinton und Donald Trump haben beim «Super Tuesday» in mindestens sechs Bundesstaaten gewonnen. Beide sind jedoch auf dem Weg zu ihrer Nominierung für die Wahl zum neuen US-Präsidenten noch nicht durch. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer ... mehr lesen
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem Fernsehsender CNN am Sonntag. mehr lesen  
US-Libertarians wählen Gary Johnson zum Kandidaten Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem ...
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 18°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 17°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 18°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 21°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten