Nach neuntägiger Geiselhaft in Georgien
Verschleppte Rot-Kreuz-Frauen in Genf eingetroffen
publiziert: Sonntag, 13. Aug 2000 / 20:47 Uhr

Tiflis/Genf - Nach neuntägiger Geiselhaft sind am Sonntag drei in Georgien verschleppte Mitarbeiter des Roten Kreuzes freigelassen worden. Nach Angaben der Polizei übergaben die Entführer die Geiseln in der Pankisi-Schlucht im Norden Georgiens den Behörden.

Alle drei - eine Französin, eine Italienerin sowie ihr georgischer Fahrer - seien offenbar bei guter Gesundheit, sagte Polizeichef Temur Arabuli in der Hauptstadt Tiflis.
Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) wurde für ihre Freilassung kein Lösegeld gezahlt.
Einer der Unterhändler, Mamuka Areschidse, sagte dem russischen Fernsehsender NTW, den Kidnappern sei Straffreiheit zugesichert worden.
Über die Identität der Geiselnehmer und ihre Motive machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Die georgischen Behörden hatten seit mehreren Tagen mit den Entführern verhandelt. Die drei Mitarbeiter des Roten Kreuzes reisten unmittelbar nach ihrer Freilassung nach Tiflis.
Die beiden Frauen kehrten noch am Abend nach Genf zu ihren Familien zurück.

Die Mitarbeiter waren am 3. August in die Pankisi-Schlucht gereist, wo sich tausende Flüchtlinge aus der abtrünnigen russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien aufhalten.
Der IKRK-Generaldelegierte für Europa, Angelo Gnaedinger, erklärte, den Verschleppten sei offenbar keine Gewalt angetan worden. Alles deute darauf hin, dass sich die Entführung ausschließlich auf georgischem Boden abgespielt habe.

Die internationalen Hilfsorganisationen hatten sich in den vergangenen Jahren nach einer Reihe von Entführungen und Morden aus Tschetschenien zurückgezogen. 1996 waren sechs Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny im Schlaf erschossen worden.

(ba/AP)

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