Verständigungsprobleme bei Anti-G8-Blockade
publiziert: Montag, 13. Feb 2006 / 15:50 Uhr

Nyon - Verständigungsprobleme haben womöglich das Drama bei Aubonne VD verursacht, wo 2003 ein Demonstrant bei einer Aktion gegen den G8- Gipfel schwer verletzt worden war.

Im Vorfeld des G8-Gipfels in Evian (Frankreich) kam es zu Demonstrationen - auch in der Schweiz.
Im Vorfeld des G8-Gipfels in Evian (Frankreich) kam es zu Demonstrationen - auch in der Schweiz.
Dies zeigten die Anhörungen von zwei Polizisten vor Gericht in Nyon VD.

Er spreche überhaupt kein Deutsch und sein Schaffhauser Kollege überhaupt kein Französisch - also hätten sie zusammen kein Wort gesprochen, sagte ein Waadtländer Polizist, der den Einsatz leitete.

Er und sein Schaffhauser Kollege stehen seit Montag wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht.

Autobahn blockiert

Am 1. Juni 2003 waren der 51-jährige Waadtländer und der 23-jährige Schaffhauser mit einer Eskorte unterwegs, als sie nach Aubonne gerufen wurden.

Dort hatten globalisierungskritische Demonstrierende die Autobahn A1 blockiert und wollten die Anfahrt von Delegationen vom Genfer Flughafen an den Tagungsort in Evian F behindern.

Zu diesem Zweck hatten die Demonstrierenden über die Autobahnbrücke bei Aubonne ein Kletterseil gespannt. Am einen Ende hing die deutsche Aktivistin Gesine Wenzel, am anderen der Brite Martin Shaw.

Sturz in die Tiefe

Die Aktion endete in einem Drama, als der Schaffhauser Polizist das Seil durchschnitt. Während es den auf der Brücke gebliebenen Demonstrierenden gelang, das Seil von Wenzel zu halten, stürzte Shaw 20 Meter in die Tiefe. Er blieb mit schweren Rücken- und Fussverletzungen im Bachbett der Aubonne liegen.

Er habe gedacht, die Waadtländer Polizisten seien nicht mit Messern ausgerüstet, sagte der Schaffhauser Polizist vor Gericht. Jedenfalls sei dies in Schaffhausen nicht der Fall. Auch habe er nicht sofort verstanden, was er mit seinem Messerschnitt ausgelöst habe.

Das Gericht muss nun klären, ob der Schaffhauser Polizist wusste oder hätte wissen müssen, dass an dem Seil zwei Menschen hängen. Für seinen Anwalt Jacques Michod ist die Antwort bereits im Vorfeld des Prozesses klar: Sein Mandant, der kein Französisch spricht und versteht, habe nichts gewusst.

(rr/sda)

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