Wenige Spitäler, hohe Kompetenz
Verstärkte Spezialisierung bei der Kinder-Medizin
publiziert: Freitag, 23. Sep 2011 / 14:21 Uhr / aktualisiert: Freitag, 23. Sep 2011 / 15:39 Uhr
Durch eine höhere Konzentration der Kompetenzen, sollen Kinder besser geheilt werden können.
Durch eine höhere Konzentration der Kompetenzen, sollen Kinder besser geheilt werden können.

Zürich - Die hochspezialisierte Kindermedizin wird künftig an wenigen Zentren in der Schweiz angeboten. Es sind jeweils jene Spitäler zuständig, welche besonders hohe Kompetenz in den einzelnen Bereichen haben.

4 Meldungen im Zusammenhang
Rechtsverbindlich beschlossen wurde die Verteilung vom Beschlussorgan Hochspezialisierte Medizin (HSM) der Schweizerischen Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, wie diese am Freitag mitteilte.

Die Regelung tritt Anfang 2012 in Kraft. Sie gilt vorderhand bis 31. Dezember 2015. Auf diesen Zeitpunkt hin wird neu diskutiert und entschieden.

Mit 10 Zentren am breitesten verteilt ist die Intensivbehandlung von Frühgeborenen. Eine solche benötigen laut Mitteilung jährlich rund 800 Kinder. Die ausgewählten Neonatologien «der höchsten Versorgungssstufe» verfügten über die notwendige Erfahrung und Infrastruktur« für die bestmögliche Versorgung der Frühchen.

Sie erfolgt künftig an den Universitätsspitälern Bern, Genf, Lausanne und Zürich, an den universitären Kinderspitälern beider Basel und Zürich sowie an den Kantonsspitälern Aarau, Chur, Luzern und St. Gallen (Gemeinsam mit dem Ostschweizer Kinderspital).

Stark konzentriert werden Organtransplantationen, die bei Kindern sehr selten sind. Genf erhielt den »Zuschlag« für Lebertransplantationen, Zürich für Lungen. In Genf erfolgen künftig auch hochkomplexe chirurgische Eingriffe an Leber und Galle, in Zürich solche an der Luftröhre. Nierentransplantationen gibt es in Bern, Lausanne und Zürich (gemeinsam mit dem Kinderspital).

Zwei Zentren wegen Infektionsgefahr

Allein das Kinderspital Zürich und das Universitätsspital Lausanne sind künftig zuständig für schwere Verbrennungen. Die besonders hohe Infektionsgefahr mache zwei Zentren unabdingbar: Falls aufgrund von Infektionen ein Zentrum vorübergehend geschlossen werden müsste - was auch schon geschehen sei - bleibe die Versorgung gewährleistet.

Auf schweizweit je ein einziges Zentrum konzentriert werden schliesslich die Behandlung von Augentumoren (Lausanne) und spezielle Abklärungen des körpereigenen Immunsystems (Zürich).

(dyn/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Komplexe und sehr teure Spitalbehandlungen werden künftig ... mehr lesen
Komplexe und sehr teure Spitalbehandlungen werden künftig differenzierter abgegolten. (Symbolbild)
Bern - Die Kantone haben weitere Entscheide gefällt zur Konzentration der hochspezialisierten Medizin für Kinder. Betroffen sind angeborene Stoffwechselstörungen, Fälle von schwerer Epilepsie und hochspezialisierte Chirurgie für schwerverletzte Kinder. mehr lesen 
Dem Initiativkomitee zufolge, nimmt der Gegenvorschlag die Problematik kaum auf.
Bern - Das Initiativkomitee «Ja zur ... mehr lesen
Basel - Die Universität Basel erhält ... mehr lesen
Über die Hälfte der Medikamente für Kinder sind nicht ausreichend getestet worden (Symbolbild).
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet werden, um Konzentrationen des Virus an stark frequentierten Orten zu messen.
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet ...
Publinews Coronavirus in der Luft nachweisen  Dübendorf, St. Gallen und Thun - Einem Team von Forschern der Empa, der ETH Zürich und des Universitätsspitals Zürich ist es gelungen, einen neuartigen Sensor zum Nachweis des neuen Coronavirus zu entwickeln. Er könnte künftig eingesetzt werden, um die Virenkonzentration in der Umwelt zu bestimmen - beispielsweise an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten oder in Lüftungssystemen von Spitälern. mehr lesen  
Publinews Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich seit Jahren hoher Beliebtheit bei den Deutschen. Der Trend, Nahrungsmittelergänzungsmittel zu verwenden, stammt aus den ... mehr lesen  
Nicht nur im medizinischen Bereich finden CBD Produkte Akzeptanz.
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung von Schulkindern spricht, denken wohl die wenigsten Menschen an einen Schulthek. Der Inbegriff der Begleitung liegt immer noch im Mutter- oder Vaterbegriff begraben. mehr lesen  
Wie man die Zukunft sieht...
Der Sehsinn gilt als wichtigster Sinn des Menschen. Rund 90 Prozent aller Umwelteindrücke hängen von den Augen ab. Trotzdem steigt die Anzahl an ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 7°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 8°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 6°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 6°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 9°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 16°C 22°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten