Verstärkter Kampf gegen Herzerkrankungen
publiziert: Mittwoch, 28. Mai 2008 / 13:55 Uhr

Bern - Der Kampf gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten soll in der Schweiz verstärkt werden: 14 Gesundheitsorganisationen haben in Bern die Europäische Charta für Herzgesundheit unterzeichnet. Der Bundesrat hat ihnen Rückendeckung zugesichert.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der Schweiz die häufigste Todesursache.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der Schweiz die häufigste Todesursache.
Die Charta war im August 2007 vom EU-Parlament mit 98 % Ja-Stimmen abgesegnet und danach in 28 Ländern unterzeichnet worden. Sie setzt sich zum Ziel, das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der EU und den europäischen Mitgliedländern der Weltgesundheitsorganisation «deutlich zu senken».

Den Unterzeichnern empfiehlt die Charta, Massnahmen zu fördern, die zur Senkung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Dabei sei jenen Massnahmen Priorität einzuräumen, die auf eine Änderung des Lebensstils abzielten.

14 Schweizer Berufs- und Fach-Gesellschaften sowie Patienten- und Gesundheitsförderungs-Organisationen haben sich der EU angeschlossen.

Häufigste Todesursache

Sie wollen damit eine wirksamere Prävention und Behandlung erreichen, wie die Schweizerische Herzstiftung, die Schweizerische Gesellschaft für Kardiologie und der Fachverband CardioVascSuisse gemeinsam mitteilten. Bei der Unterzeichnung anwesend war auch Bundespräsident Pascal Couchepin.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der Schweiz die häufigste Todesursache. Ursachen für die häufigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Bluthochdruck, Übergewicht, ein hoher Cholesterinspiegel, Tabakkonsum, Bewegungsmangel, eine ungesunde Ernährung oder Alkoholmissbrauch.

Die Kosten, die Herz-Kreislauf-Krankheiten in der Schweiz verursachen, werden auf 3,6 bis 5,6 Milliarden Franken jährlich geschätzt.

(smw/sda)

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