Justizminister erschüttert
Versuchter Handgranaten-Anschlag auf Asylunterkunft
publiziert: Freitag, 29. Jan 2016 / 12:23 Uhr
Die Handgranate wurde von Entschärfern des Landeskriminalamtes kontrolliert gesprengt.
Die Handgranate wurde von Entschärfern des Landeskriminalamtes kontrolliert gesprengt.

Berlin - Der deutsche Justizminister Heiko Maas hat sich erschüttert über einen versuchten Handgranaten-Anschlag auf ein Flüchtlingsheim gezeigt. «Das Ausmass der Gewalt ist erschreckend», erklärte Maas am Freitag in Berlin.

Im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen wurde in der Nacht auf Freitag nach Polizeiangaben eine Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft geworfen. Die Granate war demnach mit Sprengstoff gefüllt, explodierte aber nicht. Es gab keine Verletzten.

Ein Sicherheitsmann hatte die Granate gegen 1.15 Uhr auf dem Boden bemerkt und die Behörden alarmiert. Die Granate wurde von Entschärfern des Landeskriminalamtes kontrolliert gesprengt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

20 Bewohner des Einrichtung mussten kurzzeitig ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden vorübergehend in freien Wohnungen untergebracht und kehrten nach der Sprengung der Handgranate wieder in ihre Schlafräume zurück.

Anstieg der Gewalt erschreckend

"Wir können alle nur dankbar sein, dass dieses Mal niemand verletzt wurde", sagte Maas. Die Täter dürften nicht ungestraft davon kommen. "Sie müssen konsequent ermittelt und bestraft werden."

"Der Anstieg von Angriffen gegen Flüchtlinge, Helfer oder Polizisten ist insgesamt dramatisch", erklärte Maas. Die "neue Qualität der Hetze und Gewalt" müsse allen Demokraten ein Ansporn sein, noch entschiedener für eine offene und tolerante Gesellschaft einzutreten. "Sprengkörper auf Flüchtlingsheime fliegen heute schon, wir dürfen nicht abwarten, bis es die ersten Toten gibt", mahnte der Justizminister.

In Deutschland wurden nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) im vergangenen Jahr mit 173 Gewalttaten mehr als sechsmal so viele Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verzeichnet wie im Jahr 2014. 2014 waren es noch 28 Gewalttaten gewesen. Besonders extrem ist die Zunahme bei den Brandstiftungen, wo die Zahl im Jahresvergleich von 6 auf 92 stieg. Seit dem 1. Januar 2016 hat das BKA weitere zehn Gewalttaten gegen Asylunterkünfte erfasst.

(arc/sda)

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Die...
Zeit der Ruhe noch geniessen, an denen die Leute sich nur gegenüberstehen. Denn sie werden bald der Vergangenheit angehören. An der Thematik fällt derzeit vor allem der wachsende Agressionspegel aller Seiten auf. Das ist durchaus kein Wunder. Der Bürger, der die "Flüchtinge" hier nicht nicht haben will und dagegen opponiert, wird feststellen, dass er damit vor allem eins bewirkt: Nichts!
Die "Aktivisten" die gegenüber Einwanderungskritikern das Mass an Verachtung zu hegen scheinen, dass sie üblicherweise den Rassisten gegenüber Ausländern unterstellen, scheinen gleichermassen auf Krawall gebürstet zu sein.
Die Regierung wiederum geht wie üblich davon aus, dass man einfach nur anordnen muss und schon lösen sich alle Probleme von selbst. Mit anderen Worten: Weiter so!
Beste Voraussetzungen, dass die Wortgefechte bald noch handgreiflicher werden. Derzeit erlebt man nur die ersten Fingerübungen.
Wie gesagt, die Ruhe geniessen solange es noch geht.
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