SP-Präsident Levrat zu den Wahlen
Verteidigung der SP-Sitze im Fokus
publiziert: Samstag, 3. Dez 2011 / 12:14 Uhr
Christian Levrat pocht auf zwei Bundesratssitze.
Christian Levrat pocht auf zwei Bundesratssitze.

Luzern - SP-Präsident Christian Levrat hat an der Delegiertenversammlung vom Samstag in Luzern betont, dass es der SP bei den kommenden Bundesratswahlen in erster Linie darum gehe, ihre zwei Sitze zu verteidigen. Er blickt den Wahlen aber «recht entspannt» entgegen.

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«Unsere Regierungssitze werden nicht ernsthaft in Frage gestellt», sagte Levrat vor etwas mehr als 200 Delegierten selbstsicher. Wachsam aber müsse man trotzdem bleiben. Dies vor allem, weil die SVP angekündigt habe, wenn es ihr nicht gelinge, Eveline Widmer-Schlumpf zu verdrängen, dass sie dann den Sitz der SP angreifen wolle.

Andererseits müsse man wachsam bleiben, weil es unter den Freisinnigen immer noch einige Ideologen gebe, die von einer rein bürgerlichen Regierung träumen, sagte der SP-Präsident.

Keinen «Alibi-Bundesrat»

Sollte es aber am 14. Dezember trotzdem zu einer «unschönen Überraschung» kommen, habe die Partei vorgesorgt: Der 11. Februar 2012 sei für einen ausserordentlichen Parteitag reserviert. Dann wolle die Partei das weitere Vorgehen und künftige Strategien diskutieren. Die SP wolle keinesfalls einen einzigen «Alibi-Bundesrat» in eine bürgerliche Regierung entsenden, sagte Levrat.

Der SP-Präsident fokussierte seine Rede aber nicht nur auf die kommenden Bundesratswahlen. Er blickte vor allem auch auf die vergangenen nationalen Wahlen zurück und zog eine erste Bilanz. «Und die fällt gut aus», sagte er.

Die SP sei wieder kämpferischer, präsenter und engagierter geworden. «Sie steht mit beiden Beinen auf dem Boden», sagte Levrat. Als einen Wermutstropfen nannte er die Tatsache, dass der Wähleranteil um 0,8 Prozent zurückging.

Vom Wahlerfolg profitieren

Levrat hob weiter hervor, dass der Wahlerfolg der SP nichts mit Glück zu tun habe. Er sei das Ergebnis einer bewusst geplanten und umgesetzten Strategie. Die SP habe Schwerpunkte gelegt.

Die SP will nun vom Aufwind profitieren. Als erstes bei den Bundesratswahlen. Die gestärkte, aber zersplitterte Mitte gebe der SP mehr Spielraum, um die Regierungsratssitze zu verteidigen. Und um zu verhindern, dass FDP und SVP im Bundesrat die Mehrheit erlangen. «Denn diese Mehrheit habe die beiden im Parlament klar verloren», sagte Levrat.

Aber auch das Ziel für die Wahlen 2015 sei durch das Wahlergebnis bereits gegeben: «Wir wollen die grösste Fraktion in der Bundesversammlung stellen», sagte der SP-Präsident und erntete dafür Applaus. Dabei zeigte er sich überzeugt, dass den Grünliberalen die Solidarität abgehen wird. «Diese Wählerinnen und Wähler müssen wir für uns gewinnen», sagte Levrat.

(dyn/sda)

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Neidhaufen
Sie sind ja nur hässig und neidisch dass diesmal nicht die FDP und SVP von den Listenverbindungen profitiert haben.
Alles gleicht sich eben immer wieder aus, zum Glück.

Die SVP und FDP haben jetzt genau die Sitzanzahl die sie verdient. Nämlich sehr viele weniger.

Ausserdem blenden Sie natürlich die SR Wahlen aus gell. Tut ja weh sonst.
Der feine Unterschied
Die SP kann diese "Drohung" in aller Ruhe loslassen, da die Bundesversammlung niemals der SP einen Sitz wegnehmen würde. Die FDP/SVP ist dezimiert worden und verfügt über keine Mehrheiten mehr (Gott sei Dank).

Würde es trotzdem dazu kommen, würde die SP aber die Konsequenzen ziehen.

Die SVP lässt diese Drohgebährden regelmässig raus. Ernst nehmen kann man das nicht. Die SVP würde nie in Opposition gehen, das würde die Partei zerreissen und Maurer würde garantiert nicht freiwillig das Feld räumen.

Die SVP ist ein heuchlerischer Haufen. Die SP ist wenigstens Konsequent, auch in ihrer Dummheit.
Little Thomy
Politik als Ersatzreligion ist leider eine Tatsache - wie auch die "Grüne Ideologie" eine Ersatzreligion ist - und genau dieser scheinen Sie anzuhangen. Trotzdem faseln Sie etwas von "Weihnachten und Gefühlen", was mir beweist, dass Sie von Weihnachten keine Ahnung haben. Also hier nochmals für Sie:

Weihnachten kommt von "weihen". Wer hat Sich selbst geweiht? Natürlich der Sohn Gottes Jesus Christus. An Weihnachten geht es um die Person Jesus Christus und Sein Heilswerk auf Golgatha - nicht um den Santa Claus und der kommerziellen Geschenk-Histerie noch um die Gefühlsdusselei der Menschen die in synkretistischen Weltreligionsvorstellungen schwelgen. Gefühle können uns täuschen Thomy - auch Sie sollten zwischendurch einmal Ihr Herz und Verstand einschalten - schliesslich hat Ihnen das der Schöpfer alles Lebens geschenkt.
Sehen Sie, Kassandra
Und ich habe eine Drohung gelesen und verstanden. Etwa in diesem Sinn: "Falls ihr nicht einen der beiden vorgeschlagenen SP Kandidaten zusätzlich zu Frau Sommaruga wählt, gehen wir in die Opposition. Frau Sommaruga werden wir nahelegen, ihren BR Sitz abzugeben."

Obwohl das Wort Opposition natürlich nicht gesagt wurde.
Gute Heidi
Ich nahm an, dass wirklich jeder wisse, was mit "Alibi-Bundesrat" gemeint ist. "Man" steht für fast jede(r), vorwiegend natürlich einmal für mich, ich kann mir jedenfalls vorstellen, was mit Alibi-Bundesrat gemeint ist.
Den Ausdruck der SP finde ich trotzdem nicht gerade geglückt.
Alles klar?
... bla-bla-bla kubra ...
Aber: dennoch: "... Politik als Ersatzreligion. Deshalb ist Gesunder Menschenverstand hier auch immer seltener anzutreffen.".

Sie sprechen von (fast) allen in der Politik Beschäftigten, Politikern und allen Parteien, denke ich? Wie "gescheit", kubra - selten genug, meine ich!

Zünden Sie doch jetzt besser zwei Kerzen an - von Vieren! Geniessen Sie doch jetzt diese spezielle Stimmung! S'ist jetzt Vorweihnachtszeit, kubra!

Oder sind Sie auch hier völlig (!) ... gefühlslos ...?
Eine Initiative
der SP gegen die Armee mehr.
Hat schon eine Partei eine Initiative gegen den Atomaustieg angekündigt?
Eine solche hätte gute Chancen.
Kassandra
Was meinen Sie damit, dass man wisse, was damit gemeint sei? Wer ist "man" und wie interpretieren denn Sie persönlich diese Aussage von Herrn Levrat?
Weiter im Kontext
Der Jahresbericht einer Firma untersteht Regeln, auch in gesetzlicher Form.

Die Bilanz einer Firma wird von Analysten auseinandergenommen und deren Aussagen gründlich geprüft.

Die Analysten bemühen sich, die Realität abzubilden im Wissen, dass eine Firma immer versucht ist, Berichte zu schönen. In der Firmenwelt gelingt das den Firmen immer weniger. Die Wirtschaftsjournalisten sind gut informiert und nehmen kein Blatt vor den Mund. Das ist auch gut so. Die Investoren glauben einem verträumten Analysten, der eine Firma unrichtiger Weise schöngeredet hat, genau ein Mal.

Leider ist das in der Politik und mit den Journalisten in den Medien anders.
Die Konsumenten lassen sich noch und nöcher Jahr für Jahr einseifen und glauben wieder besseres Wissen an die Lobpreisungen.

Politik als Ersatzreligion.
Deshalb ist Gesunder Menschenverstand hier auch immer seltener anzutreffen.
"Alibili Bundesrat" ist missglückt.
Kein guter Ausdruck, man weiss jedoch, was damit gemeint ist. Aber was um alles in der Welt bewegt die SP diese Frau Widmer-Schlumpf im BR zu halten? Keiner würde daran denken, der SP zwei Sitze zu verweigern, das wäre doch nur dann der Fall, wenn sie diese Bündnerin wieder wählen würden. Sie war gut, um den Islamfreund, Landesveräter, Nichtskönner und Dummschwätzer Blocher aus dem BR zu hieven, jetzt hat sie jedoch Ihre Pflicht erfüllt, das war sogar eine sehr wichtige Pflicht, sie hat unserem Land einen grossen Dienst erwiesen, das sollte ihr genügen, .
Also guter Levrat, jetzt denk mal nach! De Fünfer und's Weckli kann man nicht haben, wobei die Frau Widmer ja nicht mal ein Weckli wäre.
.
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