Keine Einigung mit Physiotherapeuten
Vertragsloser Zustand in der Physiotherapie
publiziert: Dienstag, 17. Mai 2011 / 23:48 Uhr
Physiotherapeuten rechnen nicht mehr mit den Kassen ab, sondern schicken den Patienten die Rechnung.
Physiotherapeuten rechnen nicht mehr mit den Kassen ab, sondern schicken den Patienten die Rechnung.

Bern - Physioswiss, der Schweizer Physiotherapieverband, hat den Tarifvertrag mit den Krankenkassen gekündigt. Damit tritt ab dem 1. Juli ein vertragsloser Zustand ein. Die Physiotherapeuten verlangen, dass der Taxpunktwert um 20 Prozent erhöht werde. Dieser sei seit 13 Jahren nicht mehr angepasst worden.

Massagepraxis in Zürich-Oerlikon
2 Meldungen im Zusammenhang
Seither müssten die Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten jedes Jahr einen Reallohnverlust in Kauf nehmen, beklagt der Branchenverband physioswiss. Die seit 1999 aufgelaufene Teuerung beträgt gut 10 Prozent.

Tarifsuisse, die über zwei Drittel der Krankenkassen vertritt, weigert sich jedoch, den Physiotherapeuten entgegenzukommen. Diese hätten in den letzten fünf Jahren 16 Prozent mehr Leistungen verrechnet, schreibt die Tochtergesellschaft des Krankenkassendachverbands santésuisse in einer Mitteilung.

Eine Erhöhung des Taxpunktwerts um 20 Prozent würde die Prämienzahler zusätzliche 110 Millionen Franken pro Jahr kosten. Jürg Reust von santésuisse wies gegenüber der Nachrichtenagentur SDA darauf hin, dass die Physiotherapeuten gemäss einer Erhebung auch zunehmend ineffizient organisiert seien. Seiner Meinung nach müssten sie den Reallohnverlust mit einer besseren Auslastung ihrer Infrastruktur wettmachen können.

Der vertragslose Zustand hat zur Folge, dass die Physiotherapeutinnen und -therapeuten nicht mehr mit den Kassen direkt abrechnen, sondern ihre Rechnungen den Patienten nach Hause schicken (Tiers garant). Die Kassen können jedoch die Vergütung von einseitig veranlassten Tariferhöhungen ablehnen und sich auf die bisherigen Tarife abstellen.

Eine Lösung erhofft sich physioswiss vom Bundesrat. Die Organisation fordert von ihm nicht nur die Erhöhung des Taxpunktwerts, sondern gleich eine neue Tarifstruktur.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Viele Physiotherapeuten schicken künftig ihre Rechnungen direkt an ihre Patienten statt an die Krankenkassen. Der Grund: Der ... mehr lesen
Auch ohne Vertrag bleiben Physiotherapie-Leistungen von der Grundversicherung gedeckt.
Die Physiotherapeuten ziehen Konsequenzen: Seit Vertragsbeginn habe kein Teuerungsausgleich stattgefunden.
Versicherungen Bern - Der Schweizer Physiotherapieverband physioswiss kündigt per Ende Jahr den Tarifvertrag tarmed mit dem ... mehr lesen
Beitrittserklärung zum nationalen Physiotherapie Tarifvertrag
Hallo, soll man sich nun hier registrieren? Beitrittserklärung zum nationalen Physiotherapie Tarifvertrag zwischen den tarifsuisse ag angeschlossenen Krankenversicherern und der
Association Suisse des Physiothérapeutes Indépendants (ASPI)
vom 1. Juli 2011 ?

Schneiden wir dadurch uns nicht ins eigene Fleisch?

gruss

Sissi
Eine Erhöhung des Taxpunktwertes - ja, das fordern wir!
Weil auch wir zu den Krankenkassenkunden gehören, die seit 1998 rund 47% mehr Prämie für unsere Grundversicherung bezahlen. Diese Erhöhung hat tarifsuisse ag akzeptabel durchgesetzt, eine faire Entschädigung für Physiotherapie nicht.
Weil auch wir seit 1998 mehr für Konsumgüter und Dienstleistungen bezahlen, von den steigenden Infrastrukturkosten ganz zu schweigen. Warum soll unsere Kaufkraft stetig sinken? CHF 91.20 Bruttoumsatz pro Stunde ist nicht mehr rentabel. CHF 110 ist fair und knapp heutigen Preisniveau entsprechend.
Und ja – es bestehen mehr Praxen für Physiotherapie – weil zunehmend mehr Menschen Probleme mit dem Bewegungsapparat haben. Weil es immer mehr ältere Menschen gibt, die nach Stürzen und gebrochenen Schultern und Beinen rehabilitiert werden sollen, um länger zu Hause bleiben zu können. Weil die Spitalaufenthalte immer kürzer werden und die Menschen früher von zu Hause aus in die Therapie gehen. Weil die Zahl der chronisch kranken Menschen jährlich ansteigt. Ja, der Bedarf an Physiotherapie in der alternden und weniger bewegten Bevölkerung hat zugenommen – aber warum soll der einzelne Physiotherapeut deshalb immer weniger verdienen?
Gerne lade ich – und meine engagierten Berufskollegen sicher mit mir – die Menschen, die über die zukünftigen Tarife entscheiden ein, sich vor Ort ein Bild zu machen. Kommen sie real abschätzen, welche Reallohnerhöhung uns zustehen sollte oder nicht. Und hören sie auf, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Dina Linder
Praxisgemeinschaft Steck&Linder
Physiotherapeutin HF
Vorstandsmitglied physiobern
Supervisorin BSO i.A., NLP Trainerin IANLP
3047 Bremgarten b. Bern
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
Bei Mäusen verursacht eine Injektion dieser Ansammlung zu einer raschen Ausbreitung und ALS-Erkrankung.
Bei Mäusen verursacht eine Injektion dieser ...
Experimente mit Mäusen aufschlussreich - SOD1 führt zur Erkrankung  Umeå - Patienten, die an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) leiden, verfügen laut einer Studie der schwedischen Umeå universitet über eine genetische Mutation, die dazu führt, dass sich das Protein SOD1 in den Motoneuronen des Gehirns und der Wirbelsäule ansammelt. 
Kosten für Gesundheit steigen Neuenburg - Die Ausgaben für das Gesundheitswesen sind 2014 im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozent auf 71,2 Milliarden ...
Ärzte, Krankenhäuser und Heime machen 72,2 Prozent der Gesundheitsausgaben aus.
Babys von geimpften Müttern sind besser vor einer Grippe geschützt.
Gegen Grippe vorgesorgt  Salt Lake City - Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft gegen Grippe geimpft wurden, ...  
Titel Forum Teaser
  • HeinrichFrei aus Zürich 423
    Probleme auf der Erde lösen, nicht auf dem Mars Hätte es auf der Erde nicht genügend Aufgaben die zu lösen wären, statt ... Do, 14.04.16 18:38
  • jorian aus Dulliken 1750
    UAE/Iran Im Iran kann der Jude seine Kippa auch tragen. So sollte es ... Fr, 04.03.16 00:30
  • Midas aus Dubai 3810
    Kämpfen Ausländer, Secondos, Muslime, Juden, sie allen sind Teil und Bürger der ... Do, 03.03.16 14:43
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Seit... einigen Jahren ist der Antisemitismus wieder auf dem Vormarsch. ... Di, 01.03.16 09:32
  • jorian aus Dulliken 1750
    Heute Abend kommt auf 3sat.... .... Cannabis Droge oder Medizin. Für mich ganz klar ... Do, 28.01.16 17:27
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Nach... Neptun geht es also weiter! Es gibt seit Jahrzehnten Fachbücher zum ... So, 24.01.16 22:46
  • Kassandra aus Frauenfeld 1745
    Zu dumm nur, dass der Jorian zu 100% aus chemischen Verbindungen besteht, er warnt ... Fr, 22.01.16 21:16
  • jorian aus Dulliken 1750
    Planet X! Als Pluto noch ein Planet war,wurden die belächelt, wo behaupteten, es ... Fr, 22.01.16 08:59
Wie werden Wasserkraftwerke wieder rentabel?
ETH-Zukunftsblog Zur Wirtschaftlichkeit der Wasserkraft Die Schweizer Wasserkraft darbt. Die Ursache dafür ...
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Massagepraxis in Zürich-Oerlikon
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 3°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 5°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 2°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 3°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 2°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 3°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 11°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten