Vertreter der USA und Grossbritanniens ins EDA zitiert
publiziert: Samstag, 8. Mai 2004 / 19:55 Uhr

Bern - Die Schweiz hat die Botschafter der USA und Grossbritanniens ins Aussenministerium zitiert. Sie wurden auf die Verletzung der Genfer Konventionen im Zusammenhang mit der Misshandlung irakischer Häftlinge hingewiesen.

Das EDA reagiert auf die Geschehnisse im Gefängnis Abu Ghraib.
Das EDA reagiert auf die Geschehnisse im Gefängnis Abu Ghraib.
Eine Sprecherin des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte einen entsprechenden Bericht der Tagesschau des Schweizer Fernsehens DRS. Den Vertretern der USA und Grossbritanniens gegenüber sei am Freitag die Besorgnis der Schweiz zum Ausdruck gebracht worden.

Sie habe persönlich mit Abscheu und Wut auf die Berichte über Misshandlungen irakischer Gefangener durch Besatzungssoldaten im Zweistromland reagiert, sagte EDA-Vorsteherin Micheline Calmy-Rey in dem Bericht. Die Schweiz als Depositarstaat der Genfer Konventionen müsse darauf hinweisen, dass Folterungen gegen diese Konventionen verstiessen und inakzeptabel seien.

(rp/sda)

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