Vertriebene kehren nach Südossetien zurück
publiziert: Montag, 18. Aug 2008 / 21:44 Uhr

Tiflis - In Südossetien kehren die Vertriebenen langsam wieder in ihre Häuser zurück. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili hat Moskau in der Zwischenzeit zu Verhandlungen über einen Ausweg aus dem Konflikt um die abtrünnige georgische Provinz aufgerufen.

Nach Angaben des georgischen Innenministeriums gibt es bisher keinerlei Anzeichen für einen Abzug der russischen Truppen. (Archivbild)
Nach Angaben des georgischen Innenministeriums gibt es bisher keinerlei Anzeichen für einen Abzug der russischen Truppen. (Archivbild)
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Es müsse darüber nachgedacht werden, wie eine «definitive Entfremdung» beider Länder verhindert werden könne, sagte Saakaschwili in einer Fernsehansprache.

Als Vorbedingung für Gespräche müssten sich die russischen Truppen allerdings unverzüglich zurückziehen.

Russischer Abzug gestartet?

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit den Abzug ihrer Truppen aus dem Konfliktgebiet in Georgien gestartet. Das teilte der stellvertretende Generalstabschef Anatoli Nogowizyn in Moskau mit.

Die Bewegung der Truppen beschränke sich zunächst auf den Rückzug aus dem georgischen Kerngebiet in das abtrünnige Südossetien, sagte Nogowizyn. Auch die Kriegsmarine bleibe «wegen der instabilen Lage» vor der georgischen Schwarzmeerküste.

NATO reagierte zurückhaltend auf die russische Mitteilungen

Nach Angaben des georgischen Innenministeriums gibt es bisher jedoch keinerlei Anzeichen für einen Abzug der russischen Truppen. Auch die NATO reagierte zurückhaltend auf die russische Mitteilungen über einen Abzug der Truppen. «Wir können das nicht bestätigen, weil uns keine eigenen Informationen vorliegen», sagte NATO-Sprecherin Carmen Romero in Brüssel.

IKRK hat noch keinen Zugang zu Südossetien

Vertriebene kehren unterdessen von Wladikawkas nach Südossetien zurück, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) feststellte. Aus Sicherheitsgründen hat die Organisation selber noch keinen Zugang zu Südossetien.

IKRK-Präsident Jakob Kellenberger besuchte in Wladikawkas, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Nordossetien, ein Zentrum für Vertriebene, wie IKRK-Sprecherin Anna Nelson in Genf sagte.

Georgische Truppen hatten am 7. August eine Offensive gegen die abtrünnige Provinz Südossetien gestartet. Russland, das sich als Schutzmacht Südossetiens begreift, entsandte umgehend reguläre Einheiten zur Verstärkung der dort stationierten Friedenstruppen. Diese marschierten auch tief in georgisches Kerngebiet ein.

(li/sda)

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