Verurteilung von Ex-Botschafter definitiv
publiziert: Freitag, 10. Mrz 2006 / 14:36 Uhr

Lausanne - Das Bundesgericht hat die Verurteilung von Peter Friederich wegen gewerbsmässiger Geldwäscherei bestätigt.

Das Bundesgericht hat die meisten Beschwerden abgewiesen.
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In einem anderen Punkt hat es dem früheren Botschafter in Luxemburg zwar Recht gegeben, was aber nur wenig Einfluss auf das Strafmass hat.

Gutgeheissen wurde Friederichs Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesstrafgerichts vom vergangenen Juni in Bezug auf drei Fälle von Urkundenfälschung. Die Richter in Bellinzona müssen deshalb die Strafe von dreieinhalb Jahren Zuchthaus anpassen.

Allerdings dürfte sich der Freispruch des ehemaligen Schweizer Botschafters in Luxemburg in diesen Fällen angesichts der Schwere der übrigen Delikte nur «marginal» auf das Strafmass auswirken, wie das Bundesgericht in seinem Entscheid festhält. Im übrigen hat es die Beschwerde des heute 64-jährigen Ex-Diplomaten abgewiesen.

Verurteilung wegen Geldwäscherei

Insbesondere ist laut den Lausanner Richtern die Verurteilung wegen gewerbsmässiger Geldwäscherei nicht zu beanstanden.

Das Bundesstrafgericht hatte Friederich im Juni wegen seiner Tätigkeit für spanische Drogenhändler der gewerbsmässigen Geldwäscherei und der Urkundenfälschung sowie in anderem Zusammenhang wegen einfacher Veruntreuung und Gläubigerschädigung schuldig gesprochen.

Die Richter in Bellinzona verurteilten ihn dafür zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus und 15 000 Franken Busse. Friederich hatte 2001 von der Drogenbande Geld im Gesamtwert von rund 2,4 Millionen Franken entgegen genommen und teilweise über eigene Bankkonten gewaschen. Für seine Dienste erhielt er 134 000 Franken.

Friederich war im Juli 2002 nach einem Besuch bei Bundesrat Joseph Deiss verhaftet worden. Die Sache war ins Rollen gekommen, nachdem eine Luxemburger Bank nach einer Einzahlung Friederichs Alarm geschlagen und sich Luxemburg mit einem Rechtshilfeersuchen an die Schweiz gewandt hatte. (Urteil 6S.293/2005 vom 24.2.06; keine BGE- Publikation)

(bert/sda)

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