Verzögerung und Mehrkosten am Gotthard
publiziert: Donnerstag, 12. Apr 2007 / 13:52 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Apr 2007 / 22:11 Uhr

Bern - Die Eröffnung der Gotthard-Basistunnels verzögert sich um ein Jahr bis 2017, die Kosten steigen um weitere 200 Mio. Franken. Dies zeigt der neueste Zwischenbericht des Bundesamts für Verkehr (BAV). Am Lötschberg ist die NEAT dagegen auf Kurs.

Die geschätzten Gesamtkosten für die NEAT steigen auf 16,9 Mrd. Franken.
Die geschätzten Gesamtkosten für die NEAT steigen auf 16,9 Mrd. Franken.
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Bisher war die kommerzielle Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels für Ende 2016 geplant.

Wegen geologisch und bautechnischer Probleme beim im Vortrieb des Bauloses Bodio/Faido und des Einbaus einer 132 Kilovolt-Übertragungsleitung wird sich die Inbetriebnahme voraussichtlich auf das Jahr 2017 verschieben, wie das BAV mitteilte.

Die Verzögerung am Gotthard hatte sich in den vergangen Monaten abgezeichnet, unter anderem im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit bei der Vergabe des Bauloses Erstfeld.

Erneute Kostensteigerung

Bei den Kosten am Gotthard vermeldet das BAV gegenüber dem letzten Zwischenbericht von September 2006 eine Steigerung um weitere 200 Mio. Franken. Begründet werden sie mit der längeren Bauzeit, der schwierigen Bautechnik in den Tunnelabschnitten Faido und Bodio sowie Anpassungen beim Anschluss an die Stammstrecke im Tessin.

Die geschätzten Gesamtkosten für die NEAT steigen damit auf 16,9 Mrd. Franken. Das Risikopotenzial für das Grossprojekt liegt laut dem Bundesamt zwischen 1,8 und 2,8 Mrd. Franken, die möglichen Endkosten bei 19 bis 20 Mrd. Franken - diese Grössenordnung ist allerdings bereits seit Herbst 2006 bekannt.

Weitere Rückschläge zu erwarten

Das Risiko für weitere Verzögerungen bezeichnet das BAV für die Gotthardachse als gross. Am Gotthard sind erst zwei Drittel der Tunnelröhren ausgebrochen. Demächst kann in Erstfeld der Ausbruch am letzten Tunnelabschnitt aufgenommen werden. Am Ceneri-Basistunnel beginnen die Arbeiten untertage erst.

Auf Kurs ist man dagegen am Lötschberg: Die Risiken für die rechtzeitige Eröffnung des Lötschbergbasistunnels seien stark zurückgegangen, schreibt das BAV. Die westliche Basislinie könne wie geplant am 15. Juni 2007 diese Jahres eröffnet werden.

(bert/sda)

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