Vettel im neuen Red Bull-Renault RB7 wieder der Schnellste
publiziert: Dienstag, 1. Feb 2011 / 17:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Feb 2011 / 19:50 Uhr

Weltmeister Sebastian Vettel eröffnete gestern den ersten offiziellen Formel-1-Testtag in Valencia standesgemäss. Gemeinsam mit Mark Webber enthüllte der 23-Jährige in der Boxengasse des Circuit Ricardo Tormo den neuen Red Bull-Renault. In den anschliessenden Tests war Vettel wieder einmal der Schnellste.

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Vettel präsentierte dabei erstmals auch seine neue Startnummer 1 der Öffentlichkeit. Teamchef Christian Horner betonte, dass die Produktionszeit des Boliden die kürzeste in der Red-Bull-Geschichte gewesen sei.

Das neue Auto mit der Typenbezeichnung RB7 ist laut Aussage von Chefdesigner Adrian Newey wiederum eine Evolution des erfolgreichen Vorjahresmodells, mit dem Red Bull 2010 den Titel sowohl bei den Fahrern als auch bei den Konstrukteuren gewonnen hat.

«Obwohl sich der RB7 bedingt durch die neuen Regeln doch ziemlich vom letztjährigen Auto unterscheidet, so ist er von der Basis her gleichzeitig die dritte Generation einer erfolgreichen Fahrzeuglinie nach dem RB5 und dem RB6», so der Brite.

Vorhersagen zum Kampf um den WM-Titel wollte Vettel bei der Präsentation keine machen, dafür sei es noch zu früh. «Jeder hat dieselben Chancen, den Titel zu holen. Es wird ein harter Kampf», sagte der Deutsche mit Wohnsitz im Kanton Thurgau. Red Bull gehe selbstbewusst, aber nicht überheblich in die neue Saison, betonte derweil Horner.

Toro Rosso enthüllt neues Auto

Wenige Minuten nach der Präsentation des RB7 für Vettel und Webber enthüllte auch Red Bulls «kleiner Bruder» Toro Rosso-Ferrari mit dem STR6 sein neues Auto für die bevorstehende Saison. Der Waadtländer Sébastien Buemi und sein spanischer Teamkollege Jaime Alguersuari erhalten mit dem STR6 das zweite Modell des österreichisch-italienischen Rennstalls, das ohne technische Unterstützung von Red Bull-Renault, sondern in Eigenregie in Faenza (It) entwickelt wurde.

Ebenfalls heute stellten die beiden Mercedes-Fahrer Nico Rosberg und Michael Schumacher in Valencia den neuen Silberpfeil MGP W02 vor. Mit höherer Nase und glänzendem Silberlack will Mercedes in diesem Jahr den ersten Sieg seit dem Wiedereinstieg in die Formel 1 als Werkteam einfahren.

Tests: Vettel wieder der Schnellste

Nachdem Vettel zusammen mit seinem australischen Teamkollegen Mark Webber den neuen Red Bull-Renault enthüllt hatte, realisierte der im Thurgau wohnhafte Deutsche am ersten von 15 offiziellen Testtagen die beste Zeit.

Auf den 2. Platz mit 0,169 Sekunden Rückstand fuhr Vettels Landsmann Nico Hülkenberg, der nach seinem unfreiwilligen Abgang bei Williams erstmals in seiner neuer Rolle als Testfahrer von Force India-Mercedes unterwegs war. Wie der drittplatzierte Brite Gary Paffett im McLaren-Mercedes und Teamkollege Paul di Resta (Gb) auf Platz 4 war Hülkenberg noch nicht in einem neuen Boliden, sondern in einem modifizierten Auto vom Vorjahr auf der Strecke.

Ein Hydraulikschaden stoppte derweil die Jungfernfahrt des neuen Silberpfeils. Nico Rosberg musste den neuen Mercedes nach nur neun Runden wegen eines Hydraulikschadens abstellen. Teamgefährte Michael Schumacher (9.) konnte nach der Reparatur daher erst eine knappe Dreiviertelstunde vor Ende des Testtages seine Runden drehen.

Sauber-Fahrer Kamui Kobayashi verlor auf Vettel 1,852 Sekunden. Damit beendete der 24-jährige Japaner den ersten Testtag als Sechster von 13 Fahrern. Es sei ein stressiger Tag gewesen mit all den kleinen Problemen, die es zu Beginn der Tests mit einem neuen Auto gebe, erklärte der Technische Direktor James Key. «Wichtig ist aber, dass wir absolut keine grösseren Schwierigkeiten hatten. Allerdings war der Reifenabbau ziemlich stark, das müssen wir in den kommenden Tagen im Auge behalten.» Heute (Mittwoch) und am Donnerstag wird der mexikanische Rookie Sergio Perez (21) bei den Testfahrten in Valencia im Cockpit des neuen Sauber-Ferrari sitzen.

Resultate:
Valencia (Sp). Formel-1-Testfahrten. Erster Tag: 1. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 1:13,769 (93 Runden). 2. Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes, 0,169 Sekunden zurück (71). 3. Gary Paffett (Gb), McLaren-Mercedes, 0,523 (90). 4. Paul di Resta (Gb), Force India-Mercedes, 0,692 (28). 5. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 0,784 (93). 6. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 1,852 (64). Ferner: 9. Michael Schumacher (De), Mercedes, 2,681 (14). - 13 Teilnehmer.

(fest/Si)

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