Ende einer Erfolgs-Ära
Vettel verlässt Red Bull
publiziert: Samstag, 4. Okt 2014 / 08:14 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Okt 2014 / 12:36 Uhr
Eine Bestätigung für den Wechsel zu Ferrari gibt es noch nicht.
Eine Bestätigung für den Wechsel zu Ferrari gibt es noch nicht.

Die Formel 1 steht vor einem der spektakulärsten Fahrerwechsel: Sebastian Vettel wird nur noch in dieser Saison für Red Bull fahren und das Team danach nach sechs überaus erfolgreichen Jahren verlassen. Künftig dürfte der Deutsche für Ferrari starten.

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Red Bull bestätigte den Weggang des viermaligen Weltmeisters einen Tag vor dem Grand Prix von Japan in Suzuka. "Wir möchten uns bei Sebastian für seine unglaubliche Rolle, die er Red Bull in den vergangenen sechs Jahren gespielt hat, bedanken", hiess es in einer Mitteilung. "Red Bull hat nichts falsch gemacht", wird derweil Vettel auf der Website von "auto motor und sport" zitiert. Es habe auch nichts mit den Ergebnissen in diesem Jahr zu tun, selbst wenn diese nicht dem entsprechen würden, was er erwartet habe. Der Hesse mit Wohnsitz im Kanton Thurgau konnte heuer noch keinen Grand Prix gewinnen; als Bestresultat steht für ihn Platz 2 vor zwei Wochen in Singapur zu Buche.

"Ich laufe auch nicht vor irgendetwas davon. Aber manchmal braucht man im Leben eben etwas Neues. Und wenn sich die Gelegenheit bietet, muss man zugreifen", erklärte Vettel. Eine Ausstiegsklausel soll ihm den Weggang trotz eines bis Ende 2015 gültigen Vertrags ermöglicht haben. Eine Bestätigung für einen Wechsel zu Ferrari gab es vom 27-Jährigen bislang nicht. Bei der Scuderia aus Maranello dürfte allerdings die Zeit von Fernando Alonso zu Ende gehen. Der zweimalige Weltmeister aus Spanien wird mit McLaren in Verbindung gebracht.

Er wolle sich "in Kürze" zu seinen Zukunftsplänen äussern, so Vettel. Das Ende der Zusammenarbeit mit Red Bull nach dieser Saison bezeichnete er als grossen Schritt. Der Entscheid sei ihm nicht leicht gefallen. "Uns verbinden all die wunderbaren Erinnerungen an unsere gemeinsamen Zeiten, die uns keiner nehmen kann", erklärte Vettel in einem Communiqué. Red Bulls Teamchef Christian Horner sagte vor dem Qualifying in Suzuka: "Ferrari hat ihm wohl ein sehr lukratives Angebot gemacht." Gerüchte, Vettel werde eines Tages für Ferrari fahren, gab es nicht erst seit diesem Jahr. Der Deutsche verheimlichte nie, welche Strahlkraft die Scuderia auf ihn ausübt.

Kwjats rascher Aufstieg

Vettels Platz bei Red Bull-Renault wird im kommenden Jahr Daniil Kwjat vom Schwester-Team Toro Rosso einnehmen. Dem 20-jährigen Russen gelang damit wie ein Jahr zuvor dem Australier Daniel Ricciardo der Red-Bull-interne Aufstieg. "Daniil hat unglaublichen Speed, eine tolle Fahrzeugkontrolle und eine riesige Motivation", so Horner über seinen Neuzugang, der in seinem ersten Formel-1-Jahr drei 9. Plätze als Bestergebnis vorweisen kann.

Vettel war zur Saison 2009 ebenfalls von Toro Rosso zu Red Bull gewechselt. Er holte mit dem britisch-österreichischen Team 38 seiner 39 Grand-Prix-Siege und gewann viermal de suite den WM-Titel. Sein Debüt in der Königsklasse gab der Deutsche am 17. Juni 2007 in Indianapolis in einem Auto von BMW-Sauber. Als Achter gewann er dabei auf Anhieb einen WM-Punkt. Vettel ersetzte damals den Polen Robert Kubica, der nach seinem schweren Unfall eine Woche zuvor in Montreal keine Starterlaubnis erhalten hatte.

Wer bei Toro Rosso im kommenden Jahr Teamkollege des erst 17-jährigen Holländers Max Verstappen wird, ist noch nicht bekannt. Gute Chancen werden insbesondere Carlos Sainz junior eingeräumt. Der 20-jährige Sohn des zweifachen spanischen Rallye-Weltmeisters Carlos Sainz steht in der Formel Renault 3.5 mit bislang sieben Saisonsiegen vor dem Titelgewinn.

(bert/Si)

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