Viel Spannung vor englischem Halbfinal-Duell
publiziert: Mittwoch, 25. Apr 2007 / 00:02 Uhr

Wie 2005 treffen im Halbfinal der Champions League Chelsea und der FC Liverpool aufeinander. Der Vergleich der beiden englischen Spitzenvereine ist auch das Duell der Trainer, die 2004 (José Mourinho mit Porto) und 2005 (Rafael Benitez) den prestigeträchtigsten Klubwettbewerb gewannen.

«Es ist Geschichte, es ist vorbei», erklärte Liverpools Trainer Benitez. «Es geht nun um die Geschichte, die die beiden Teams in den nächsten beiden Spielen schreiben werden.» Gleichwohl erinnert man sich an der Merseyside gerne an jenen Triumph vor zwei Jahren zurück. «Wir schalteten sie im Halbfinal im Jahr 2005 aus, es gibt keinen Grund, dass wir das nicht nochmals schaffen», so Liverpool-Verteidiger Steve Finnan.

Und auch damals retteten die «Reds» eine durchzogene Saison im nationalen Championat, in dem sie die Qualifikation zur Champions League verpassten, mit dem Gewinn der europäischen Königsklasse in jenem epischen Final gegen die AC Milan -- und waren so in der nächsten Spielzeit gleichwohl auf höchster europäischer Bühne wieder präsent.

Liverpool sicherte sich am letzten Samstag mit einem problemlosen 2:0-Erfolg gegen Wigan in dieser Saison zumindest den Platz in der 3. Runde der CL-Qualifikation in der nächsten Saison. «Das war wichtig, jetzt können wir uns auf den Halbfinal konzentrieren», sagte Benitez.

Chelsea wartet auf das erste Tor

Derweil kann Chelsea noch immer als erstes englisches Team vier Titel in einer Saison gewinnen. «Wir haben bereits eine Trophäe (Liga-Cup) geholt, und wir können noch drei mehr gewinnen. Aber wir können auch noch drei verlieren», stapelte Mourinho zuletzt für einmal tief. Im Meisterschaftsfinale liegt Chelsea vier Runden vor Schluss drei Punkte hinter Rivale Manchester United, im FA-Cup-Final treffen die Londoner am 19. Mai im Wembley ebenfalls auf ManU.

Noch wartet Chelsea auf das erste Tor in der Champions League gegen Liverpool. Vor zwei Jahren scheiterten die «Blues» gegen die «Reds», die sich nun innert drei Jahren zum 14. Mal gegenüber stehen, im Halbfinal nach einem 0:0 im Hinspiel mit einer 0:1-Niederlage an der Anfield Road; in der letzten Saison trennten sich die beiden Teams in der Gruppenphase zweimal 0:0.

Besser sieht die Bilanz Chelseas in den nationalen Wettbewerben aus: Fünf der letzten sechs Vergleiche in der Premier League gewann das Team aus London. Zuletzt siegte im Januar jedoch Liverpool zuhause dank Toren von Dirk Kuyt und Jermaine Pennant 2:0 -- es war die letzte Niederlage von Chelsea vor nunmehr 21 Spielen.

«Im Rückspiel kann alles passieren»

Dass Liverpool wie schon 2005 zuerst auf der Stamford Bridge antreten muss, sieht Pepe Reina als Vorteil. Der spanische Keeper stiess zwar erst nach dem Gewinn der Champions League zu Liverpool, doch habe man ihm wiederholt von jenen Ereignissen im Halbfinal und natürlich vom Final mit der dramatischen Aufholjagd gegen Milan erzählt.

«Mit unseren Fans im Rücken kann im Rückspiel alles passieren», so Reina, der eine noch bessere Stimmung als im Match gegen Barcelona erwartet. Benitez hofft auf das wichtige Auswärtstor. «Wir haben in Barcelona getroffen, das wollen wir auf der Stamford Bridge wiederholen. Ein 0:0 ist kein gutes Resultat», so Benitez.

Duell zweier Trainer

Das Duell der beiden englischen Topteams ist auch das Duell zweier Trainer, die die verbale Konfrontation nicht meiden. Seit sich Mourinho und Benitez, einst gut befreundet, als Manager zweier englischer Topklubs regelmässig gegenüberstehen, verschärfte sich der Tonfall zusehends, zumal Mourinho die Niederlage im Halbfinal der Champions League 2005 nach dem umstrittenen Treffer Luis Garcias noch immer auf dem Magen liegt.

«Das war der deprimierendste Moment in meiner Karriere. Das passiert nicht mehr», verkündete der Portugiese vor dem neuerlichen Vergleich Chelseas mit Liverpool im CL-Halbfinal.

Mourinho beschwerte sich auch, dass er «systematisch als der Böse» dargestellt werde. «Er hat vielleicht ein Problem mit mir, ich habe keines mit ihm», schickte der wortgewandte Chelsea-Trainer, unlängst von Charlton-Stürmer Jimmy Floyd Hasselbaink im TV-Sender ITV als «der beste in diesen psychologischen Spielen» bezeichnet, nach.

Doch Benitez fand eine einfachere Erklärung für die Erfolge seines Kontrahenten: «Wenn man Geld hat, ist es einfacher.» Der Spanier betont im Zusammenhang mit Chelsea die Wichtigkeit der Spieler. «Lampard, Drogba, Terry, Cech oder Essien sind wichtig, nicht der Trainer», so Benitez. Und er ergänzt leicht süffisant: «Ich glaube nicht, dass wir gemeinsam ein Glas trinken gehen nach dem Match.»

(smw/Si)

 
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