Studie deckt auf
Viel mehr Opfer in Syrienkrieg als angenommen
publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2016 / 15:00 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Feb 2016 / 15:41 Uhr
Die Zahl der Toten und Verletzen ist höher als bisher angenommen.
Die Zahl der Toten und Verletzen ist höher als bisher angenommen.

London/Genf - Im seit rund fünf Jahren tobenden syrischen Bürgerkrieg sind einer Studie zufolge deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als bislang angenommen. Insgesamt seien dem Konflikt 470'000 Syrer zum Opfer gefallen.

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Das berichtete der britische «Guardian» am Donnerstag unter Berufung auf das Syrische Zentrum für Politikforschung. 400'000 Menschen wurden demnach bei Kampfhandlungen getötet. Weitere 70'000 seien ums Leben gekommen, weil sie keine ausreichende medizinische Versorgung, sauberes Wasser oder Unterkünfte gehabt hätten.

Der Erhebung zufolge sind in dem Krieg mehr als elf Prozent der Bevölkerung getötet oder verletzt worden. Die Lebenserwartung sei von 70 auf 55,4 Jahre gesunken. Die Vereinten Nationen hatten in einer früheren Schätzung von 250'000 Toten gesprochen. Die Zahlen dürften aber längst überholt sein.

Am Donnerstag warnte die Organisation vor einer weiteren Verschlechterung der Lage. So seien wegen der Offensive der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten im Norden der Provinz Homs die Versorgungswege für 120'000 Menschen abgeschnitten.

Hohe Hungersnot

Es drohe eine Hungersnot. In der Region seien die Brotpreise bereits zehnmal höher als in der Provinzhauptstadt Homs. Die meisten Familien könnten dies nicht bezahlen.

Die syrische Armee ist in der Offensive, seitdem die russische Luftwaffe im vergangenen September damit begann, Ziele in dem Bürgerkriegsland anzugreifen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warnte, wenn die Luftangriffe fortgesetzt würden, könnte es weitere 600'000 Flüchtlinge geben. Sein Land bereite sich darauf vor.

Die Türkei hat nach eigener Darstellung bereits 2,6 Millionen Syrer aufgenommen und macht sich schon länger für die Schaffung von Schutzzonen in Nordsyrien stark, um Zivilisten jenseits der Grenze versorgen zu können.

(pep/sda)

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kann nur hoffen, dass nicht auch noch der Libanon und Jordanien zum Bürgerkriegsland wird.
Dass das Eingreifen des Iran in Syrien den Hass zwischen Schiiten und Sunniten weiter anheizt, war zu erwarten. Sehr schlecht ist jetzt, dass der Westen nach dem Ende der Sanktionen gegen den Iran nun mit leeren Händen da steht. Ob in Syrien, Jemen, im Irak, in Gaza oder im Libanon, der Iran ist derzeit der grösste Brandstifter.
Der Libanon war einmal die "Schweiz des Nahen Ostens". Vielleicht sollte man einmal die Ursachen untersuchen warum der sich so drastisch verändert hat.
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