Viele Kantone räumen ihre Wälder aus
publiziert: Dienstag, 14. Jul 2009 / 18:37 Uhr

Zürich - Die meisten Kantone vernachlässigen den Schutz des Waldes - zugunsten einer intensiven Holznutzung. Besonders wenig Rücksicht nehmen die Kantone Jura, Luzern, Uri, Genf, Glarus und Tessin. Dies geht aus einer WWF-Studie hervor.

Die meisten Kantone vernachlässigen den Schutz des Waldes - zugunsten einer intensiven Holznutzung.
Die meisten Kantone vernachlässigen den Schutz des Waldes - zugunsten einer intensiven Holznutzung.
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Ohne Gegensteuer riskiere man, dass Wälder in diesen Regionen in den kommenden Jahren komplett ausgeräumt würden, schreibt der WWF in der Studie. Dies habe für die Artenvielfalt verheerende Folgen.

Als «vorbildlich» wertet die Studie einzig die Kantone Aargau und die beiden Basel. Im Mittelfeld liegen Schwyz, Zug, Thurgau, Zürich, Schaffhausen, Waadt, Obwalden, St. Gallen, Neuenburg, Bern, Solothurn und Graubünden.

Fünf Kantone konnten nicht bewertet werden, weil sie der Umweltschutzorganisation zu wenig oder gar keine Daten zum Zustand ihres Waldes lieferten. Es sind dies die Kantone Nidwalden, Freiburg, Wallis und die beiden Appenzell.

Waldreservate einrichten

Ausschlaggebend für die Bewertung waren drei Kriterien: das Vorhandensein von Waldreservaten, die Zertifizierung des Waldes mit dem FSC-Label für umweltgerechte Waldwirtschaft sowie die Sicherung und Förderung der Biodiversität auch ausserhalb der Reservate.

Um das «komplette Ausräumen» zu verhindern, empfiehlt der WWF den Kantonen, mit den Waldreservaten endlich vorwärts zu machen. Weiter verlangt der WWF, dass alle Kantone ihre Wälder mit dem FSC-Label zertifizieren lassen.

Die Umweltschutzorganisation rechnet damit, dass die Nachfrage nach Holz in den nächsten Jahren weiter angekurbelt wird, nicht zuletzt wegen der steigenden Rohölpreise.

(smw/sda)

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