Viele Opfer bei Zugunglück in Indien
publiziert: Dienstag, 14. Dez 2004 / 15:28 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Dez 2004 / 16:25 Uhr

Neu-Delhi - Bei der Kollision zweier Passagierzüge im Norden Indiens sind mindestens 50 Menschen getötet worden. 150 Passagiere wurden verletzt, als die Züge im Bundesstaat Punjab frontal zusammenstiessen.

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Dies sagte der Ministerpräsident des Bundesstaates, Amar Inder Singh, vor dem Parlament, wie der Nachrichtensender NDTV meldete. Der indische Eisenbahnminister Laloo Prasad Yadav hatte zuvor von vermutlich 15 bis 20 Toten gesprochen. Er machte sich gleich auf den Weg zum Unglücksort, nachdem die Nachricht bekannt wurde.

Zunächst war unklar, wie es zu dem schweren Unfall auf der eingleisigen Strecke kommen konnte. Ein Sprecher der Eisenbahn sagte allerdings, in der Unglücksregion habe Nebel geherrscht.

Entgleiste und verkeilte Waggons

Der Jammu-Tawi-Ahmedabad-Express war gegen Mittag mit einem Nahverkehrszug zusammengeprallt. Zu dem Unglück kam es nahe Mukarian, etwa 400 Kilometer nordwestlich der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Auf Fernsehbildern vom Unglücksort waren entgleiste und ineinander verkeilte Waggons zu sehen.

Bergungsmannschaften versuchten fieberhaft, in den zerstörten Waggons eingeschlossene Passagiere zu befreien. Ein weiterer Anstieg der Opferzahlen wurde befürchtet. Der Bahnverkehr auf der Linie wurde unterbrochen.

Zugfahren in Indien ist nicht sicher

In Indien passieren im Schnitt rund 300 Zugunglücke im Jahr. Zuletzt war es am 16. Juni zu einem schweren Bahnunfall gekommen, als ein Expresszug mit Geröll zusammenprallte und entgleiste. Damals starben 20 Menschen, mehr als 100 wurden verletzt.

Im August 1999 hatte der damalige Bahnminister Nitish Kumar nach einem Zusammenstoss zweier Züge mit knapp 300 Toten zurücktreten müssen. Die Regierung setzte danach eine Kommission ein, um die Sicherheit auf der Schiene zu verbessern. Die meisten Empfehlungen der Experten wurden allerdings nie umgesetzt.

Das 150 Jahre alte indische Schienennetz umfasst rund 100 000 Schienenkilometern und ist das grösste in Asien. Die rund 7000 Passagierzüge werden täglich von 13 Millionen Menschen genutzt.

(sl/sda)

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