Viele Tote bei Angriffen im Tschad
publiziert: Donnerstag, 9. Nov 2006 / 19:41 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Nov 2006 / 20:37 Uhr

Genf - Bei Milizen-Angriffen im Tschad sind nach Informationen des UNO-Flüchtlingshilfswerks innerhalb einer Woche mindestens 220 Menschen getötet worden.

Aus mindestens zehn Dörfern, die angegriffen wurden, strömten Menschen in die Flüchtlingslager.
Aus mindestens zehn Dörfern, die angegriffen wurden, strömten Menschen in die Flüchtlingslager.
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«Wir sind höchst besorgt über die brutalen Angriffe im Osten des Tschads.»

«Mehr als 218 000 Flüchtlinge aus dem benachbarten Darfur halten sich in der Region auf», sagte der UNO-Flüchtlingsbeauftragte António Guterres in Genf.

«Wir unterstützen Forderungen nach einer internationalen Präsenz in Ost-Tschad», fügte er hinzu.

Flüchtlingsstrom

Aus mindestens zehn Dörfern, die angegriffen wurden, strömten Menschen in die Flüchtlingslager. Nach Aussagen Überlebender aus dem Dorf Djorlo haben etwa 200 arabische Reitermilizen den Ort mit 800 Einwohnern am Dienstag angegriffen und die Hütten in Brand gesetzt.

Mindestens 36 Menschen seien getötet, 22 verletzt worden. Die Verletzten hätten erst am folgenden Tag ins Krankenhaus gebracht werden können. Einige Angreifer seien auf Bäume geklettert, um von dort aus auf ihre Opfer zu schiessen.

(bert/sda)

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