Viele Tote bei äthiopischen Angriffen in Somalia
publiziert: Dienstag, 26. Dez 2006 / 22:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 26. Dez 2006 / 23:05 Uhr

Mogadishu - In Somalia ist der Bürgerkrieg nach der Intervention Äthiopiens eskaliert. Äthiopische Kampfjets bombardierten die aufständischen Islamisten erneut mit Raketen und zwangen sie zum Rückzug.

Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden mindestens 800 Menschen verletzt. (Archivbild)
Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden mindestens 800 Menschen verletzt. (Archivbild)
6 Meldungen im Zusammenhang
Aus Äthiopien eingerückte Truppen drangen in Richtung der Hauptstadt Mogadischu vor, die von den Rebellen kontrolliert wird. Einheiten Äthiopiens und der Übergangsregierung befanden sich nach Angaben des somalischen Botschafters in Äthiopien, Abdelkarin Farah, nur noch etwa 100 Kilometer von Mogadischu entfernt.

Der äthiopische Ministerpräsident Meles Zenawi betonte jedoch, ein Einmarsch in die von den Islamisten besetzte Hauptstadt sei nicht geplant. Somalias Übergangsregierung sprach von einem Teilsieg und forderte die Islamisten zur Kapitulation auf.

Diese erklärten hingegen, ihr Rückzug sei lediglich eine taktische Umgruppierung der Truppen. Angesichts der Bombardierungen der äthiopischen Luftwaffe hätten die Milizen ihre Strategie ändern müssen, sagte der Oberkommandierende Scheich Scharif Scheich Ahmed. Der Widerstand habe eine «neue Stufe» erreicht. «Wir sind bereit zu einem langen Krieg mit Äthiopien.»

«Schwere menschliche und materielle Verluste»

Die Regierung in Addis Abeba erklärte, sie habe den Islamisten «schwere menschliche und materielle Verluste» zugefügt. Die äthiopische Armee habe seit Beginn ihrer Gegenoffensive in dem Nachbarland sechs bislang von den Rebellen gehaltene Stützpunkte eingenommen.

Bei den Kämpfen wurden nach Angaben der äthiopischen Regierung mindestens 1000 Menschen getötet und mehr als 3000 weitere verletzt. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden mindestens 800 Menschen verletzt.

Seit einer Woche heftige Gefechte

In Somalia liefern sich islamistische Rebellen und die Soldaten der Übergangsregierung seit einer Woche heftige Gefechte. Äthiopien, das die Truppen der international anerkannten Übergangsregierung unterstützt, erklärte den Milizen am späten Sonntagabend den Krieg und bombardierte wenige Stunden danach den internationalen Flughafen von Mogadischu.

Der äthiopische Ministerpräsident sagte, sein Land sei angesichts der seit Tagen andauernden Kämpfe gezwungen, in den Konflikt einzugreifen. Sobald der islamistische Vorstoss aus dem Nachbarland gestoppt sei, würden die Truppen wieder zurückbeordert.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Baidoa - Fünf Tage nach der Kriegserklärung Äthiopiens an die islamistischen Milizen in Somalia hat die Übergangsregierung ... mehr lesen
Mogadischu ist nicht mehr unter Kontrolle der islamistischen Milizen.
Äthiopien kündigte bereits einen baldigen Sieg an.
Mogadischu/New York - In Somalia ... mehr lesen
Mogadischu/New York - Der ... mehr lesen
Die USA und Grossbritannien stimmten der Abzugsforderung nicht zu.
Die Islamisten kontrollieren weite Teile des Landes.
Mogadischu - Nach mehrtägigen ... mehr lesen
Mogadischu - Die Afrikanische Union ... mehr lesen
Kann der afrikanische Kontinent den Konflikt selbst lösen? AU-Chef Alpha Oumar fordert ein Ende der Kämpfe.
Weitere Artikel im Zusammenhang
In Somalia herrscht seit 1991 Bürgerkrieg.
Baidoa - Die Kämpfe zwischen ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 11°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
Basel 10°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt trüb und nass
St. Gallen 10°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen trüb und nass
Bern 12°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt trüb und nass
Luzern 12°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen trüb und nass
Genf 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich stark bewölkt, Regen
Lugano 13°C 21°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten