«Vielleicht fehlt mir das Training»
publiziert: Donnerstag, 14. Aug 2008 / 21:48 Uhr

Nach dem Ende seines Tagwerks, also nach dem Abbruch des Doppels, erschien Roger Federer zur obligaten Pressekonferenz. Der Saal war kurz nach halb zwei Uhr Ortszeit noch sehr gut besucht, als Federer professionell wie immer Auskunft zur Niederlage gab.

Roger Federer an der Pressekonferenz.
Roger Federer an der Pressekonferenz.
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Roger Federer, woran lag es, dass Sie heute erstmals gegen James Blake verloren haben?

Roger Federer: «In erster Linie hat er sehr gut gespielt. Er hatte mit meinem Slice viel weniger Probleme als sonst und hat kaum Fehler gemacht. Ich hingegen habe nicht so gut serviert und hatte sicher nicht meinen besten Abend. Es hat auch an kleinen Sachen gehapert, wie zum Beispiel am Volley zu Beginn des Tiebreaks, den ich wegmachte und wo er mich dann passierte.»

Sie haben in diesem Jahr einige ungewöhnliche Niederlagen kassiert. Worauf führen Sie diese zurück?

Federer: «Vielleicht auf den Mangel an Training. Ich hatte seit Februar nie mehr Zeit, richtig zu trainieren. Man kann nun sagen, ich hätte vielleicht Toronto und Cincinnati auslassen sollen, aber ich brauchte auch Matchpraxis auf Hartplätzen, denn da habe ich heuer bisher nicht sehr gut gespielt.»

Es scheint Ihnen auch am Selbstvertrauen zu fehlen. Sie verlieren plötzlich viel häufiger gegen Spieler, die sie bisher immer bezwungen haben.

Federer: «Natürlich hat man eine andere Art Selbstvertrauen, wenn man pro Jahr nur fünf Partien verliert. Heuer habe ich sicher einige Matches verloren, die ich hätte gewinnen können, vielleicht in Wimbledon, in Monte Carlo oder Hamburg, aber da traf ich auch auf Rafael Nadal, der eine überragende Saison spielt, aber auch an anderen Turnieren. Ich bin der bessere Spieler als Gilles Simon oder Ivo Karlovic, aber auch gegen die ist es nicht einfach, immer zu gewinnen. Ich hatte auch vorher gegen diese Gegner nicht immer einfach gewonnen, das wird oft vergessen. Heute hat sich aber auch wieder einmal die Gefahr von Matches auf zwei Gewinnsätze gezeigt. Ich war enorm schnell 4:6, 0:3 hinten. Das ist die Gefahr an solchen Turnieren.»

Ist es nicht schwierig, sich nun noch voll aufs Doppel konzentrieren?

Federer: «Es ist natürlich hart, wenn man so verliert, aber man hat im Doppel gleichwohl eine gleich grosse Chance, eine Medaille zu gewinnen. Wenn man sie als Team gewinnt, freut einen das vielleicht sogar noch mehr.»

Mit welchen Zielen gehen Sie nun den Rest der Saison an?

Federer: «Natürlich will ich in New York wieder vorne dabeisein wie bei den letzten drei Grand-Slam-Turnieren. Ich trete als Titelverteidiger an und will natürlich gewinnen und später auch den Masters Cup. Ich habe noch viele Ziele. Nach dem US Open geht es aber auch darum, die Vorbereitung aufs nächste Jahr anzupacken.»

(Von Marco Keller /Si)

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