Vier Jahre Haft für italienischen Millionen-Betrüger
publiziert: Freitag, 26. Apr 2002 / 09:42 Uhr

Lugano - Ein 25-jähriger Student aus Vicenza (I) ist in Lugano zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Strafgericht sah es als erwiesen an, dass der Italiener im Juli 1999 3,9 Millionen Franken aus zwei Bankschliessfächern entwendet hat.

Staatsanwältin Maria Galliani bezeichnete den Angeklagten als "gewieften und skrupellosen Betrüger" und beantragte eine Haftstrafe von 5 Jahren und 8 Monaten. Der Student wiederum sah sich als Opfer eines Komplotts.

Laut Staatsanwältin besass der Angeklagte einen Schlüssel zu den Schliessfächern in zwei Luganeser Banken. Er soll das Vertrauen seines Opfers missbraucht und die Millionenbeträge entwendet haben. Das Geld gehörte einem Italiener von zweifelhaftem Ruf. Dieser soll in seiner Heimat mit illegalem Glücksspiel und Betrügereien ein Vermögen gemacht haben. Die italienische Justiz ermittelt gegen ihn.

Vor Gericht behauptete der Student, dass die besagten Schliessfächer stets leer gewesen seien. Er gab hingegen zu, 1998 in einen Betrug verwickelt gewesen zu sein, bei dem eine italienische Pharmafirma um 2 Mio. Franken geprellt wurde. In diesem Zusammenhang ist in Lugano auch ein 43-jähriger Bündner in Abwesenheit zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt worden.

(sk/sda)

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